28.01.2022

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27.09.19 / MELDUNGEN

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 39-19 vom 27. September 2019

MELDUNGEN

40 Prozent nicht minderjährig Münster – Mindestens knapp 

40 Prozent der angeblich minderjährigen Asylsucher sind nach einer Untersuchung von Rechtsmedizinern aus Münster in Wahrheit 18 Jahre oder älter. Dies ergab eine Untersuchung von rund 600 Fällen im Auftrag von Gerichten und Jugendämtern, berichtet der „Focus“. Die tatsächliche Zahl der falschen Jugendlichen könne sogar noch höher liegen, da nicht alle Fälle einwandfrei geklärt werden könnten, so die Experten. Minderjährige Asylsucher stehen unter besonderem Schutz. Sie kommen nicht in Sammellager, sondern werden bei Verwandten, Pflegefamilien oder in „Clearinghäusern“ untergebracht. Die Kosten für einen einzigen Jugendlichen liegen laut dem Deutschen Städte- und Gemeindebund bei rund 5000 Euro im Monat.  H.H.





»700000 kamen ums Leben«

Friedland – Bei einer Gedenkfeier im Grenzdurchgangslager Friedland hat der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bernd Fabritius, an das schlimme Schicksal der Russlanddeutschen erinnert. Nach Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges 1941 seien sie aus der Wolgarepublik vertrieben worden. In Sibirien und anderen Regionen habe man sie harter Zwangsarbeit und weiteren Repressionen ausgesetzt, wobei laut Schätzung 700000 Deutsche ums Leben gekommen seien. Fabritius, der auch Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV) ist, mahnte an, dass immer noch zu wenige Menschen in Deutschland von diesen Geschehnissen wüssten. Sie lasteten auf den Deutschen aus Russland wie ein generationenübergreifendes Trauma. Der BdV-Präsident dankte der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland für ihre Arbeit und hob hervor: „Das Schicksal der Deutschen aus Russland ist Teil der gesamtdeutschen und gesamteuropäischen Geschichte.“  H.H.





Russland will Klima schützen

Moskau – Vergangene Woche hat Russlands Premierminister Dmitrij Medwedjew in Moskau eine Beitrittsresolution zum Pariser Klimaabkommen von 2015 unterzeichnet. Das Ende 2016 in Kraft getretene Abkommen sieht eine Begrenzung der Klimaerwärmung auf unter 1,5 Grad vor. Kremlchef Wladimir Putin hatte bereits im Juni eine baldige Ratifizierung des Abkommens angekündigt. Medwedjew betonte, dass die Teilnahme an diesem Prozess ein wichtiges Thema für sein Land sei. Angesichts der steigenden Zahl der Naturkatastrophen – in Sibirien tobten im Sommer die schlimmsten Waldbrände seit Jahren, und nach extremen Regenfällen kam es zu einer Jahrhundertflut – sei „Klimaschutz“ besonders für die Menschen wichtig, die in Regionen mit Permafrost leben. Wegen der Klimaerwärmung tauen die Böden dort bereits auf. Bis 2020 will die russische Regierung einen Maßnahmenkatalog für die Einhaltung der „Klimaziele“ von Paris entwickeln. Medwedjew will die Luftverschmutzung eindämmen und Wälder aufforsten. Wie er den CO²-Ausstoß der Rohstoffgroßmacht, die mit den höchsten Ausstoß von Kohlendioxid weltweit produziert, verringern will, sagte er nicht. MRK