12.08.2022

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11.10.19 / Zeitzeugen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 41-19 vom 11. Oktober 2019

Zeitzeugen

Horst Seehofer – Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat gab im Juli die 13 Teilnehmer der ersten Staffel der „Modellprojekte Smart Cities“ bekannt. Mit diesen Modellprojekten will Seehofer die weitere Entwicklung von Smart-City-Technologien fördern. In den nächsten Jahren sollen drei weitere Staffeln und damit rund 50 Projekte gefördert werden. Insgesamt will das Ministerium rund 750 Millionen Euro ausgeben. 

Adam Greenfield – Der US-amerikanische Informationsarchitekt, Städteplaner und Autor lebt in London, wo er am University College lehrt. In seiner Streitschrift „Against the Smart City“ von 2013 kritisierte er die Smart City als einen „Markt, auf dem Technologiekonzerne ihre Produkte und Dienste verkaufen können“. Menschen kämen nur am Rande als beobachtete und gegängelte Konsumenten vor.

Bill Gates – Der Microsoft-Gründer will über seine Investmentfirma Cascade Investment LLC eine Smart City namens Belmont im Großraum Phoenix/Arizona bauen. Allerdings ist Gates selbst kaum in das umstrittene Vorhaben involviert. Cascade Investment legt Gates’ Vermögen in ganz unterschiedlichen Branchen an. Für Belmont investierte die Firma 80 Millonen US-Dollar. 

Park Yeon Soo – Der Chefarchitekt der südkoreanischen Smart City Songdo zeigte sich enttäuscht von der hinter den Erwartungen zurückbleibenden Stadtentwicklung. Er begann 1986 mit den Planungen für eine moderne, umfassend technisierte Stadt. Trotzdem leben viele lieber im benachbarten Seoul. Park Yeon Soo sieht seine Stadt als Luxusauto, das auf einen guten Fahrer wartet. 

Marleen Stikker – Die Holländerin gründete 1993 „De digitale Stad“, die erste virtuelle Gemeinschaft der Niederlande mit freiem Internetzugang in ganz Amsterdam. Sie leitet Waag, eine Stiftung, welche die Demokratisierung moderner Technologien fördert. Stikker fordert die stärkere Einbindung der Bürger bei Smart-City-Konzepten. Die Systeme sollen offen sein und Möglichkeiten zur Mitbestimmung bieten.