29.01.2022

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11.10.19 / Aus der Konserve / Julianne Moore in »After the Wedding«

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 41-19 vom 11. Oktober 2019

Aus der Konserve
Julianne Moore in »After the Wedding«

Bevor man mit eigenen unoriginellen Themen Schiffbruch erleidet, setzt Hollywood immer häufiger auf erfolgreiche Filmideen aus dem Ausland. So hat man jetzt Susanne Biers dänischen Filmhit „Nach der Hochzeit“ für den US-Markt mundgerecht neuverfilmt. Frisch verpackt wird es mit Hollywoodstar Julianne Moore zurück auf den europäischen Markt geworfen. Am 17. Oktober kommt das Drama um eine Entwicklungshelferin, die nur unter bestimmten Bedingungen eine Millionenspende erhält, unter dem englischen Titel „After the Wedding“ in deutsche Kinos.

Moore mausert sich zur Expertin für Filmkonserven. Erst im August trat sie in der Neuverfilmung des chilenischen Films „Gloria“ auf (die PAZ berichtete). Wurde damals das Drehbuch fast eins zu eins übernommen, so sind diesmal die Rollen vertauscht. Ging es im dänischen Original noch um ein Vater-Sohn-Verhältnis, das während einer Hochzeit enthüllt wird, so diesmal um das Geheimnis einer Mutter-Tochter-Beziehung.

Moores Ehemann Bart Freundlich inszenierte das Drama mit viel Gefühl für seine Frau, die als todkranke Geschäftsfrau eine Hinterlist mit guten Absichten verfolgt und fast schon penetrant sympathisch ist. Dabei kommt Michelle Williams zu kurz, die er als Entwicklungshelferin hilflos durch indische Slums stolpern lässt. Das dänische Original war da weniger unbeholfen.tws