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15.11.19 / Toleranz mit Grenzen / Die Zeiten für muslimische Immigranten werden härter

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 46-19 vom 15. November 2019

Toleranz mit Grenzen
Die Zeiten für muslimische Immigranten werden härter

Während des Unabhängigkeitskrieges von Bangladesch im Jahre 1971 waren neben Hunderttausenden von Hindus, Christen und Buddhisten auch eine Million Muslime aus dem damaligen Ostpakistan in die benachbarte Republik Indien, vor allem in deren Bundesstaat Assam, geflüchtet. Zurzeit können alle die Staatsangehörigkeit der Republik Indien annehmen mit Ausnahme der Muslime, die auch nach 

50 Jahren ein Fremdkörper in der Republik Indien geblieben sind. 

Die hindu-nationalistische Regierungspartei Bharatiya Janata Party (BJP, Indische Volkspartei) hat vor allem der illegalen Einwanderung den Kampf angesagt, die Grenze zu Bangladesch ist mit einem hohen Zaun gesichert. Den seit 1971 eingewanderten Muslimen hat das indische Unterhaus die Einbürgerung versagt. Vielen, die bereits im Besitz der Staatsbürgerschaft der Republik Indien sind, könnte diese sogar wieder aberkannt werden, um sie anschließend nach Bangladesch abzuschieben. Assam hat 32 Millionen Einwohner, von denen nur 62 Prozent Hindus sind. Nach dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir ist Assam der Bundesstaat mit dem zweithöchsten muslimischen Bevölkerungsanteil. Auch hier, wie in Kaschmir, entwickelt sich die religiöse Gewaltspirale nach oben. 

Während aus Pakistan und Bangladesch fast alle Hindus in die Republik Indien flüchteten, blieb die Mehrheit der Muslime in der Republik Indien. Heute leben dort sogar mehr Muslime als in Pakistan. Die Republik Indien hat mit 200 Millionen Muslimen heute nach der über 264 Millionen Einwohner zählenden Republik Indonesien die zweitgrößte islamische Bevölkerung der Erde. 

Durch den in der indischen Verfassung garantierten Säkularismus waren bereits drei indische Staatspräsidenten Muslime, in Pakistan wäre dies unmöglich für einen Hindu. In der Filmindustrie und der klassischen indischen Musik spielen Muslime führende Rollen. Parteipolitisch aber sind sie nicht präsent in der größten Demokratie der Welt, weil sie keine allgemein akzeptierte Führungsfigur haben.B.B.