14.04.2024

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06.12.19 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49-19 vom 06. Dezember 2019

Stimmen zur Zeit

Thomas Schmid sieht in der „Welt“ (2. Dezember) nach dem Mitgliederentscheid zur Wahl der Parteispitze das Ende der SPD eingeläutet:

„Mit dem Verfahren, dass sie (die SPD) sich zur Wahl einer neuen Spitze geleistet hat, ist die Partei bei der Kultur des Kindergeburtstags angekommen. Alle sind lieb, alle können alles werden, Verdienst und Ansehen zählen eher nicht, und am Ende ist es buchstäblich wurscht, wer da beim Sackhüpfen gewinnt.“





Für Peter Dausend ist mit dem SPD-Entscheid das politische Ende von Olaf Scholz gekommen, wie er in der „Zeit“ (1. Dezember) schreibt:

„Ihren derzeit bei den Wählern mit Abstand beliebtesten Politiker haben die Sozialdemokraten damit mal so eben über die Klippe geschubst … Eine Zukunft in der SPD hat er nicht mehr, zumindest keine an der Spitze. Statt ins Kanzleramt geht es jetzt – womöglich – ganz raus aus der Politik. Spätestens, wenn die Koalition fertig hat – und das dürfte nicht mehr allzu lange dauern.“





Die französische Schauspiellegende Fanny Ardant (70) rechnet im „Spiegel“ (23. November) mit der Politischen Korrektheit unserer Tage ab:

„Es wird vorgegeben, was man machen, essen, tun sollte … Je puritanischer eine Gesellschaft sich verhält, desto gefährlicher wird sie. Es gibt keine politischen Dogmen mehr, aber stattdessen breitet sich unterschwellig etwas anderes aus – eine neue Definition dessen, was gut und was schlecht ist. Ich mache da nicht mit.“





Roger Köppel benennt in der Schweizer „Weltwoche“ (27. November) Ursachen für die Krise der EU:

„Die EU ist an einem toten Punkt. Alle sehen es, aber kein EU-Politiker ist bereit, es sich einzugestehen. Stattdessen gilt: so tun, als ob … Die Völkerwanderung war die sichtbare Folge eines institutionellen Fehlkonstrukts, in dem alle für alles verantwortlich sind, aber niemand für etwas.“





Der Klimaforscher Hans von Storch wehrt sich in der ARD-Sendung „Hart aber fair“ (2. Dezember) gegen die hysterische Aufladung der Klimadebatte:

„Wenn ich mit Kollegen unterwegs bin, merke ich, viele haben die Schnauze voll von diesen Übertreibungen. Alles wird zusammengemantscht. Alles wird übertrieben!“