24.01.2022

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28.02.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 09 vom 28. Februar 2020

Meldungen

Bombe zerstört Haus

Potsdam-Mittelmark – Durch die Sprengung einer Weltkriegsbombe in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) ist ein Einfamilienhaus so stark beschädigt worden, dass es möglicherweise abgerissen werden muss. Bereits am Nachmittag des 7. Februar hatten Bauarbeiter in dem Ort bei Berlin eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt. Da sich die Bombe in schlechtem Zustand befand und nicht entschärft werden konnte, entschied sich der Kampfmittelräumdienst für eine Sprengung am Fundort. Nach Einrichtung eines Sperrkreises mussten etwa 3200 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Die in der Nacht zum 8. Februar erfolgte Sprengung war bis nach Berlin zu hören. Durch die Bombensprengung wurden mehrere Häuser zum Teil erheblich beschädigt, zwei Häuser sind derzeit nicht mehr bewohnbar. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) sagte gegenüber dem Sender RBB, Altmunition werde noch für Jahrzehnte ein Problem darstellen. N. H.





Toxische Zukäufe

Berlin – Städtische Wohnungsbaugesellschaften haben 2019 in Berlin möglicherweise mehr als 7000 Wohnungen erworben, die mit krebserregendem Asbest belastet sind. Laut einer Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Andreas Otto (Grüne) hatten die landeseigenen Wohnungsunternehmen Ende 2019 mindestens 42 893 Wohnungen in der Verwaltung oder im Bestand, die mit Asbest belastet sind oder unter Asbestverdacht stehen. Die Zahl dieser Wohnungen wuchs durch Zukäufe im Jahr 2019 um 7094. Insgesamt kauften die städtischen Gesellschaften im vergangenen Jahr 11 856 Wohnungen und erhöhten damit ihren Bestand auf 325 420 Wohnungen. Durch die Asbestbelastungen drohen den landeseigenen Unternehmen Sanierungskosten in zweistelliger Millionenhöhe. N.H.





Bombenopfer verhöhnt

Dresden – Zu einem „Stillen Gedenken“ hatte der Landesverband Sachsen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) am 13. Februar anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung Dresdens auf den Alten Annenfriedhof geladen. Neben Vize-Landtagspräsidentin Andrea Dombois, zugleich sächsische VDK-Vorsitzende, und Ministerpräsident Michael Kretschmer (beide CDU) gedachten Vertreter von Landtagsfraktionen, Stadt, Bundeswehr sowie zahlreiche Bürger der Opfer der Luftangriffe. Sämtliche Kränze, die im Anschluss an eine durch Militärdekan Thomas Balogh gehaltene Andacht und die Verlesung des Totengedenkens niedergelegt worden waren, wurden in der Nacht auf den 14. Februar entfernt, zum Teil angezündet und in einen Müllcontainer geworfen. Mit den Worten „Deutsche Täter sind keine Opfer – Opfermythos und Gedenken abschaffen“ bekannte sich eine Gruppierung, die mit „Eure Putzfrauen“ unterzeichnete, auf der linksradikalen Homepage „Indymedia“ zu der Tat.  E.L.