15.08.2022

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17.04.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16 vom 17. April 2020

Meldungen

Gefahr durch Waldbrände

Tschernobyl – Seit über anderthalb Wochen brennt es im Umland des vor knapp 34 Jahren explodierten Reaktorblocks des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. Obwohl zirka 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Löschflugzeugen und Hubschraubern versuchen, die Flammen zu bekämpfen, ist noch kein Durchbruch in Sicht. Satellitenaufnahmen zufolge sollen 2400 Hektar Wald innerhalb des Sperrgebiets brennen, Greenpeace schätzt die Fläche des Brandes jedoch auf bis zu 20 000 Hektar. Selbst in der 100 Kilometer entfernten Hauptstadt Kiew macht sich Brandgeruch breit. Obwohl die Behörden versichern, dass die Werte der Radioaktivität im Normbereich lägen, wurden in der Bevölkerung Erinnerungen an die Reaktorkatastrophe wach. Zuvor hatte Jegor Firsow, der Leiter der Umweltbehörde, mitgeteilt, dass im Zentrum des Feuers die Messwerte oberhalb der Norm lägen. Verantwortlich für den Brand ist vermutlich Brandstiftung. Die Polizei verdächtigt einen 27-Jährigen, das Feuer gelegt zu haben. MRK





Jagd auf Corona-Tests

Tel-Aviv – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Angaben der „Times of Israel“ den Auslandsgeheimdienst Mossad mit der Beschaffung von Tests zur Bestimmung des Corona-Virus beauftragt. Laut dem Bericht hat der Mossad inzwischen bereits 100 000 Coronavirus-Tests nach Israel gebracht. Der Dienst soll das Material in einem arabischen Land beschafft haben, zu dem Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält. Die genaue Herkunft des Testmaterials wird bislang geheim gehalten. Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verhindern, setzt Israel auch seinen Inlandsgeheimdienst Schin bet ein. Netanjahu erteilte dem Nachrichtendienst den Auftrag, Mobiltelefone zu kontrollieren und Bewegungsprofile der Bürger zu erstellen, um Kontakte und Aufenthaltsorte von Corona-Infizierten abzuklären. Der Geheimdienst nutzt dabei sogar Fahndungsmethoden, die auch im Anti-Terrorkampf angewendet werden.N.H.





Impfstofftests ab Juni

Nowosibirsk – Im Wettlauf um einen wirksamen Corona-Impfstoff versucht Russland an der Spitze mitzuwirken. In einem Forschungszentrum namens Vektor nahe Nowosibirsk, in dem bereits zu Sowjetzeiten an biologischen Waffen geforscht wurde und in dem seither Viren wie Ebola und Pocken untersucht werden, sollen in Kürze drei Impfstoffe, die bisher bei Tierversuchen gute Ergebnisse zeigten, an Menschen getestet werden. 180 Freiwillige wurden aus 300 Bewerbern ausgewählt. Ab Ende Juni soll eine erste Phase der klinischen Tests stattfinden. Laut Rinat Maxjutow, dem Leiter des staatlichen Forschungszentrums, könne man mit den Tests an Menschen auch schon im Mai beginnen, wenn das Gesundheitsministerium sein Einverständnis erteile.  MRK