18.01.2022

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17.04.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16 vom 17. April 2020

Meldungen

Drehkreuz Leipzig boomt

Leipzig – Während weltweit Airports wegen des Rückgangs im Luftverkehr nur noch im Minimalbetrieb laufen, herrscht am Flughafen Halle/Leipzig reger Flugbetrieb. Wie auf anderen Flugplätzen sind auch dort die Passagierflüge ausgesetzt, allerdings läuft der Frachtverkehr uneingeschränkt weiter. Bereits vor der Corona-Krise hatten Frachtflieger einen Großteil der Flugbewegungen am Flughafen an der Grenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt ausgemacht. Mit seinem Angebot an Frachtflügen in Richtung China profitiert Halle/Leipzig aktuell stark von den Lieferungen medizinischer Schutzausrüstungen von Asien nach Europa. Der Flughafen ist eines von weltweit drei Luftfahrt-Drehkreuzen des Logistikkonzerns DHL. Laut einem Bericht der „Deutschen Verkehrs-Zeitung“ erwägt auch der Online-Händler Amazon den Standort in Mitteldeutschland zu einem Drehkreuz für die Frachtflieger von Amazon Air zu machen. N.H.





Polen verlangt Garantien

Berlin – Polens staatliche Luftfahrtholding PGL ist von dem bereits beschlossenen Kauf des deutschen Ferienfliegers Condor zurückgetreten. Die Muttergesellschaft der polnischen Fluglinie LOT hatte den Kauf von finanziellen Garantien abhängig gemacht, die einer vollständigen Absicherung des Geschäfts durch den Bund gleichgekommen wäre. Die Bundesregierung soll als Alternative zum Verkauf nach Polen nun eine vorübergehende Verstaatlichung von Condor erwägen. Der Verkaufsprozess könnte wieder aufgenommen werden, wenn sich die Lage auf dem Luftfahrtmarkt bessert. Condor war seit Mitte März in Aktionen des Auswärtigen Amtes eingebunden, mit denen Deutsche zurückgeholt wurden, die während der Corona-Pandemie im Ausland festsaßen. Derzeit transportiert Condor mit Frachtflügen Mundschutzmasken von China nach Deutschland und führt Sonderflüge für osteuropäische Erntehelfer durch.N.H.





Euro wird stark abwerten

Köln – Der frühere Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, fürchtet infolge einer weiteren Schulden-Vergemeinschaftung in der Eurozone steigende Inflationsraten und eine Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen wie dem Dollar und gegenüber Gold. Mayer, der heute die Denkfabrik der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch in Köln leitet, erwartet, dass sich die Befürworter von „Corona-Bonds“ in der Euro-Zone früher oder später durchsetzen werden. Damit wäre für Italien und andere das Tor zur schrankenlosen Verschuldung auf Kosten anderer, etwa Deutschlands, geöffnet. An den Märkten würde dies dazu führen, dass der Euro an Wert verliert, so Mayer in der „Wirtschaftswoche“. In einem anderen Artikel hält Mayer es in diesem Falle sogar für möglich, dass der Euro auf das Stabilitätsniveau der Währung eines Schwellenlandes wie Mexiko absinkt.H.H.