18.01.2022

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03.07.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27 vom 03. Juli 2020

Meldungen

Wasser wird in USA Luxusgut

Washington – In den USA hat die Corona-Pandemie die Problematik der mangelhaften Versorgung großer Teile der Bevölkerung mit sauberem und erschwinglichem Trinkwasser wieder in die Schlagzeilen gebracht. Millionen Menschen mit geringem Einkommen haben keine Möglichkeit, sich aus hygienischen Gründen regelmäßig die Hände zu waschen. Seit 2010 sind die Wasserpreise um 80 Prozent gestiegen. Wenn sich der Trend fortsetzt, wird laut einer Studie ein Drittel der Amerikaner in fünf Jahren nicht mehr in der Lage sein, ihre Wasserrechnungen zu bezahlen. Kommunen erhalten für die Überholung ihrer durch jahrzehntelange Vernachlässigung maroden Wasserinfrastruktur keine staatlichen Zuschüsse. Dies könnte sich demnächst ändern, falls der Kongress ein Gesetz verabschiedet, das landesweit Investitionen von jährlich 35 Billionen Dollar in die Anlagen der Trink- und Abwassersysteme vorsieht.D.J.





Kein Sturz von Denkmälern

Kopenhagen – Die dänische Kulturministerin Joy Mogensen machte in Kopenhagen klar, dass Denkmäler in Dänemark nicht zur Disposition stehen. Den Forderungen der „Black Lives Matters“-Aktivisten erteilte die sozialdemokratische Politikerin eine unmissverständliche Absage: „Im dänischen Kontext gesehen möchte ich ganz klar sagen, dass ich nicht denke, dass wir damit beginnen werden, Statuen im öffentlichen Raum zu entfernen. Zurückblickend bis Harald, der Dänemark und Norwegen einnahm und die Dänen zu Christen machte, muss man sagen, dass er das sicherlich nicht nur mit netten, überzeugenden Worten getan hat.“ Damit stellt sich die linke dänische Minderheitsregierung gegen die gerade heranrollende Welle von Denkmalsschändungen wie in Großbritannien. Die bürgerlichen Parteien „Venstre“ und „Volkspartei“ dürften in dieser Frage die Regierung unterstützen. Dänemark besaß bis 1917 auf den Antillen einige Inseln, auf denen auch schwarze Sklaven gehalten wurden. F.B.





1380 Euro für jeden Dänen

Kopenhagen – Dänemarks sozialdemokratischer Finanzminister Nicolai Wammen hat Bargeldzahlungen in Höhe von insgesamt 60 Milliarden Kronen (rund acht Milliarden Euro) an die Bürger seines Landes angekündigt. Umgerechnet auf die etwa 5,8 Millionen Menschen, die in Dänemark leben, entspricht dies rund 1.380 Euro für jeden Bürger. Die Regierung erhofft sich von den Geldzahlungen eine Ankurbelung der Konjunktur. Die Mittel für den Plan stammen aus einem Topf mit eingefrorenem Urlaubsgeld, das für eine zusätzliche Ruhestandszahlung vorgesehen war. Die Gelder sollen Wammen zufolge noch vor Oktober ausgezahlt werden. Zudem will die Regierung in Kopenhagen laut einem Zeitungsbericht auch die unter der Corona-Krise leidenden dänischen Großunternehmen mit zehn Milliarden Kronen (rund 1,34 Milliarden Euro) unterstützen.N.H.