20.01.2022

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24.07.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 30 vom 24. Juli 2020

Meldungen

Aufruf gegen Ausgrenzung

New York – Das monatlich erscheinende „Harper’s Magazine“, die zweitälteste Zeitschrift in den USA, die durchgängig herausgegeben wird, hat einen offenen „Brief über Gerechtigkeit und offene Debatten“ veröffentlicht, in dem Schriftsteller, Professoren und Aktivisten vor den Auswirkungen der sogenannten Cancel Culture warnen. Der Begriff steht im angelsächsischen Sprachraum für die Ausgrenzung von Personen aus dem öffentlichen Diskurs, wenn diese unliebsame Äußerungen machen. In dem offenen Brief wird US-Präsident Donald Trump als „echte Bedrohung für die Demokratie“ bezeichnet. Allerdings mahnen die Unterzeichner auch vor der Gefahr, dass der Widerstand von Protestbewegungen sich „zu einer eigenen Art von Dogma oder Zwang“ verhärtet. Die Verbreitung von Zensur führt nach Ansicht der Unterzeichner zu „einer Intoleranz gegenüber gegensätzlichen Ansichten“ und „einem Trend des öffentlichen Anprangerns und der Ausgrenzung“. Zu den 150 Unterzeichnern gehören die „Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling, die Schriftstellerin Margaret Atwood, der Linguist und Aktivist Noam Chomsky, der britisch-indische Autor Salman Rushdie sowie der deutsche Autor Daniel Kehlmann.N.H.





Urteil gegen Trump-Gegner

London – Der High Court of England and Wales in London (EWHC) hat einer Klage russischer Geschäftsleute, die der ehemalige Geheimdienstler Christopher Steele in einem Dossier über Donald Trump namentlich erwähnt hat, stattgegeben und ihnen Schadenersatz zugesprochen. In dem sogenannten Steele-Dossier aus dem Jahr 2016 war Miteigentümern der russischen Alfa-Bank vorgeworfen worden, mit dem Kreml zusammenzuarbeiten, um sich in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 einzumischen und Donald Trumps Wahlkampf zu unterstützen. In seinem Urteil bewertete der EWHC mehrere der in dem Dossier erhobenen Anschuldigungen gegen die russischen Geschäftsleute nun als erwiesenermaßen „ungenau und irreführend“. US-Präsident Donald Trump hat nach dem Urteil des britischen Gerichts die Auslieferung und Bestrafung von Steele gefordert.N.H.





Abfüllanlage verhindert 

Kabanskij – Das burjatische Bezirksgericht hat verhindert, dass die chinesische Firma „Brunnen der Erde“ eine Wasserabfüllanlage am Ufer des Baikalsees errichtet. Auf einer Gesamtfläche von 30,7 Hektar, die zum staatlichen Forstbestand gehören, hatten die Chinesen ihre Anlage in nur elf Metern Entfernung vom Ufer des Baikalsees geplant und Voruntersuchungen auf dem Land durchgeführt. Laut Gesetz muss aber ein 20 Meter breiter Streifen am Seeufer öffentlich zugänglich bleiben und kann nicht in Privateigentum umgewandelt werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein russisches Gericht eine Wasserabfüllanlage chinesischer Investoren am Baikalsee verhindert.MRK