21.01.2022

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07.08.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 32 vom 07. August 2020

Meldungen

Abhöraffäre bei Volkswagen

Wolfsburg – Nach Recherchen von „Business Insider“ soll eine Projektgruppe im Volkswagenkonzern systematisch ausspioniert worden sein. Ziel der Arbeitsgruppe im Konzern war es laut dem Bericht, die Geschäftsbeziehungen zu dem bosnischen Zulieferer Prevent zu beenden. Bei internen und vertraulichen Sitzungen dieser Gruppe sollen fast 50 Stunden an Tonaufnahmen heimlich mitgeschnitten worden sein. Laut „Business Insider“ geben die Tonaufnahmen einen „exklusiven Einblick, wie hochrangige Manager einen Zulieferer ausgeschaltet haben“. Bislang gibt es keine Erkenntnisse dazu, wie die Aufnahmen entstanden sind und wie oder von wem sie genutzt wurden. Hintergrund des Konflikts zwischen VW und der Prevent-Gruppe war ein Streit um Preise des Zulieferers. Im Jahr 2016 eskalierte die Auseinandersetzung so weit, dass zwei Prevent-Tochterfirmen die Lieferung von Getriebegehäusen und Sitzbezügen stoppten und damit bei VW die Produktion von Golf- und Passat-Modellen tagelang stilllegten. N.H.





Neue Truppen-dienstgrade 

Berlin – Die Bundeswehr führt zwei neue Dienstgrade ein und möchte so den Dienst in der Mannschaftslaufbahn attraktiver machen. Künftig gibt es die Spitzendienstgrade Korporal und Stabskorporal. Die ersten der zirka 1400 Dienstposten sollen ab Ende 2021 beziehungsweise zum 1. April 2022 besetzt werden. Die neuen Dienstgrade sind Teil einer Neuausrichtung der Mannschaftslaufbahn und sind für die „leistungsstärksten Soldatinnen und Soldaten vorgesehen, die mehr Verantwortung übernehmen“. Es handelt sich zunächst um ein Pilotprojekt, bis zum Jahr 2031 ist ein Zielumfang von insgesamt rund 5000 Korporals-Dienstposten veranschlagt.BW / neh





Staatsanwalt in U-Haft

Frankfurt am Main – Ein Oberstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt sowie ein 54-jähriger Unternehmer sind Ende Juli in Untersuchungshaft genommen worden. Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft wird dem „Beamten des höheren Justizdienstes“ gewerbsmäßige Bestechlichkeit vorgeworfen. Laut einem Bericht des Hessischen Rundfunks soll der Inhaftierte Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft gewesen sein. Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass der Experte für Korruptionsbekämpfung dem Unternehmen eines Schulfreundes Gutachteraufträge in Millionenhöhe verschafft hat. Insgesamt soll das Unternehmen in den letzten zehn Jahren mehr als 12,5 Millionen Euro durch Gutachtenvergütungen von Justizbehörden verdient haben. Mehr als neun Zehntel dieser Einnahmen sollen auf Auftrage zurückgehen, die der verdächtigte Staatsanwalt in Auftrag gegeben hat. Als Gegenleistung soll der Beamte allein vom August des Jahres 2015 bis zu diesem Juli mehr als 240.000 Euro von dem Unternehmer erhalten haben.N.H.