17.01.2022

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21.08.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 34 vom 21. August 2020

Meldungen

Krösus Gregor Gysi

Berlin – Nach Recherchen des Portals „Abgeordnetenwatch“ und des Hamburger Magazins „Der Spiegel“ haben in der seit 2017 laufenden Legislaturperiode lediglich sechs der insgesamt 28 Berliner Bundestagsabgeordneten zusätzlich zu ihrer Abgeordnetendiät in Höhe von monatlich 10.083 Euro Nebeneinkünfte erzielt. Mit einem Gesamtverdienst von bislang 470.000 Euro in dieser Legislatur durch Vorträge, Buchhonorare und Rechtsanwaltstätigkeit ist Gregor Gysi unter den Berliner Bundestagsmitgliedern ein Spitzenverdiener. Seit der Bundestagswahl 2017 haben die Abgeordneten des Bundestages Nebeneinkünfte in Höhe von 25,1 Millionen an den Bundestagspräsidenten gemeldet. N.H.





Absteiger Saarland

Berlin – Erstmals seit der deutschen Vereinigung war im Jahre 2018 in einem östlichen Bundesland das durchschnittliche verfügbare Jahreseinkommen pro Einwohner höher als in einem westlichen. Bei einem bundesweiten Vergleich haben sowohl Brandenburg mit 20.475 Euro als auch Sachsen mit 20.355 Euro das Saarland mit nur 20.277 Euro überholt. Brandenburg kam dabei die Nähe zu Berlin zugute. Im Fall von Sachsen nennt Carsten Brzeski, der Chefökonom für die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Österreich der Direktbank ING-DiBa, „Wissenschaft, Hightech und Automobil“ als Wachstumstreiber. Das westdeutsche Schlusslicht beim verfügbaren Einkommen leidet laut dem ING-DiBa-Volkswirt unter industriellen Altlasten, sodass die saarländische Wirtschaft weniger Dynamik habe. Vergangenes Jahr hatte ein Langzeitvergleich bereits zutage gefördert, dass der Pro-Kopf-Einkommenszuwachs im Saarland zwischen 2008 und 2018 nur bei 17 Prozent lag. Der bundesweite Schnitt lag bei 23 Prozent.N.H.





„Glockenspiel einschmelzen“

Potsdam – Bereits seit vergangenem Jahr darf der Nachguss des Glockenspiels der Potsdamer Garnisonkirche nicht mehr erklingen, weil einige Inschriften als zu revisionistisch und rechtslastig empfunden werden. Im Potsdamer Stadtparlament haben die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei nun den Antrag gestellt, das „Glockenspiel einschmelzen zu lassen und die Bronze zu verkaufen“. Der Erlös soll laut dem Antrag für den Kulturhaushalt der Stadt verwendet werden. Die Vizefraktionschefin von Bündnis 90/Die Grünen Saskia Hüneke begründete den Vorstoß mit den Glockeninschriften: „Hier verknüpfen sie in ihrer Gesamtheit auf inakzeptable Weise christliches Gedankengut, preußische Geschichte und den Geschichtsrevisionismus aus reaktionären Kreisen der alten Bundesrepublik.“ Das Glockenspiel war Anfang der 90er Jahre von der „Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel“ unter dem ehemaligen Oberstleutnant Max Klaar gestiftet worden.N.H.