28.01.2022

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28.08.20 / Homlins / Königsberg findet Eingang in die „Märchenkarte“ / Ein ungewöhnlicher Reiseführer stellt die Heimat von Märchenhelden vor

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35 vom 28. August 2020

Homlins
Königsberg findet Eingang in die „Märchenkarte“
Ein ungewöhnlicher Reiseführer stellt die Heimat von Märchenhelden vor
Jurij Tschernyschew

Vor Kurzem wurde in der Nähe der Treppe des Museums der Schönen Künste, das sich im Gebäude der ehemaligen Königsberger Börse befindet, die Figur eines neuen Homlin aufgestellt. Es handelt sich dieses Mal um den Vater der Familie der kleinen Hausgeister. Die Schöpfer der Skulptur behaupten, dass er die romantischste, kreativste Gestalt unter den Homlins habe. Er sitzt auf dem Geländer der Überführungsbrücke vor zwei Löwenskulpturen im Hintergrund und schaut nachdenklich nach oben.

Kreativste aller Homlin-Figuren

Der Tag für die Aufstellung der Skulptur wurde nicht zufällig gewählt. Es war der in diesem Jahr zum ersten Mal begangene Tag des Bernsteins am 21. Juli. Der Legende nach ist schließlich bekannt, dass Bernstein das Lieblingsmaterial der kleinen Hausgeister ist und dass sie unsichtbar neben den Menschen leben und Produkte aus Bernstein herstellen.
Die Bronzeskulptur des Homlin-Papas wurde auf Initiative der Mitarbeiter des Museums der Schönen Künste dort aufgestellt. Es ist die fünfte Figur der Serie. Ab 2018 tauchten seine Verwandten an verschiedenen Stellen der Stadt auf. Großväterchen Karl beispielsweise sitzt auf der Honigbrücke, Großmütterchen Martha beim Bernsteinmuseum, das Mädchen Ule beim Tiergarten und der Junge Witjas beim Ozeanmuseum. Insgesamt sollen sieben Kleinskulpturen der Märchenhelden aufgestellt werden.

Die Königsberger Homlins sollen in die Liste der Objekte für die „Märchenkarte Russlands“ aufgenommen werden, gleichberechtigt neben dem Schneemädchen Snegurotschka und Iwan Zarewitsch. Der Leitfaden basiert auf Märchen, Epen und Legenden. Die „Märchenkarte Russlands“ hat bereits die Heimat der Helden Snegurotschka (Kostroma), Iwan Zarewitsch (Kirow), Baba Jaga (Kukoboj, Region Jaroslawl) und Prinzessin Frosch (Schtschadrinsk in der Region Kurgan) verzeichnet. Das Königsberger Gebiet wird die 31. Region sein, die in diesem ungewöhnlichen Reiseführer vorgestellt wird.