28.01.2022

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28.08.20 / Leserstimmen zu den zurückliegenden Ausgaben

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 35 vom 28. August 2020

Leserstimmen zu den zurückliegenden Ausgaben

Vorschnelles Impfen

Zum Thema der Woche: Impfungen (Nr. 34)

Als langjähriger Praktiker weiß ich die Erfolge von vielen Impfstoffen sicherlich zu schätzen, soweit sie ausreichend getestet und nachvollziehbar sind. Es gibt sogenannte Lebend- und Totimpfstoffe, je nachdem bei welchem Akutgeschehen sie eingesetzt werden.
Aber bei der massiv propagierten, in Deutschland mit Staatsbeihilfen (350 Millionen Euro) und Unsummen aus der Bill & Melinda Gates Foundation gesponserten Variante ist es hier eine ganz neue, in der Humanmedizin einmalige Kombination. Diese Art der Impfstoffentwicklung ist bis heute aus ethischen Gründen nur in der Veterinärmedizin eingesetzt worden. Aber warum nur dort? Und was ist das Problem dabei?

Dazu sollte man als Nicht-Fachmann das als „Spiegel“-Bestseller auf Platz 1 stehende Sachbuch „Corona Fehlalarm? Zahlen, Daten und Hintergründe“ von Karina Reis und dem Epidemiologen Sucharit Bhakdi zur Hand nehmen. Bei diesem neuen Impfstoff werden Virusmaterial, Nukleinsäuren und so weiter in die menschliche Zelle eingeschleust, und dort kommt es zu Reaktionen, die den Menschen als Versuchskaninchen missbrauchen.
Immer mehr Menschen regen sich auf über gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere, hier aber ist der Geimpfte der Proband: Zirka ein Prozent wird daran sterben. Es kommt zu Krebserkrankungen, Autoimmunerkrankungen, es wirkt auf die Geschlechtsorgane und bewirkt viele andere Symptome. Alle die Folgen werden erst in vielen Jahren und Jahrzehnten sichtbar, deswegen ethisch nur in der Tiermedizin bis heute eingesetzt.

Und wenn jetzt von den Zulassungsbehörden die Zeitspannen der Testung sogar noch verkürzt werden, dann sollte sich jeder kritische Mensch sehr bald seine Meinung dazu bilden, ob er es seinen jungen Menschen zumuten lässt, sich damit impfen zu lassen, mit diesen Voraussetzungen. Außerdem sollte man wissen, dass jede Grippe-Impfung, die jedes Jahr angeboten wird, auch nur eine Wirkung von zwölf bis 20 Prozent erzielt.

Ohne zu den sogenannten Verschwörungstheoretikern oder Corona-Leugnern zu gehören, ist es bei diesem Vorgehen lebenswichtig, sich genau mit unterschiedlichen Informationen von Fachleuten, die es zu Hunderten europaweit gibt, auseinanderzusetzen und kritisch zu hinterfragen.
Leider ist dazu aus den offiziellen Medien sehr wenig zu hören.

Dr. med. vet. Volker Daum, Bayreuth




Freie Bahn für Betrug

Geldpolitik der EZB (Nr. 34)

Der Kommentar des Volkswirts Wolfgang Müller-Michaelis ist einer der besten zum Betrug der EZB-Leiter Mario Draghi (früher) und Christine Lagarde (aktuell) an deutschen Sparern, Inhabern von Lebensversicherungen, Betreibern von Stiftungen sowie Inhabern von Betriebsrenten.
Bis auf Nordrhein-Westfalen gibt es in keinem Bundesland das Pflichtfach Volkswirtschaftslehre (Wirtschaftsgymnasien und Fachoberschulen ausgenommen). Daher konnten sich gewisse Politiker auf dem Gebiet der Geld- und Währungspolitik alles erlauben. Auch die Abschaffung einer der stärksten Währungen der Welt: der deutschen Mark.

Heinz-J. Bringewatt, Bielefeld




Einen Test-Bären aufbinden

Zu: Politiker und Medien überziehen maßlos (Nr. 34)

Nein, ein Ende der Endlos-Testerei ist nicht in Sicht, der Test-Wahnsinn geht ungebremst weiter. Getestet wird einfach jeder, der nicht bei drei auf dem Baume sitzt.
Wie sieht denn überhaupt der „Alltag“ eines „positiv getesteten“ Menschen aus? Wie lange muss ein Ertappter in Quarantäne zubringen? Was kommt nach der Quarantäne? Wieder ein Test, wieder Quarantäne? Wann ist der Ertappte wieder „clean“? Ist eigentlich jeder Infizierte gleich ein schwerkranker Mensch, der dem Tode näher ist als dem Weiterleben?
Sind wir Menschen wirklich schon zu ahnungslosen Deppen der Nation geworden, die man nach Strich und Faden vergackeiern und denen man einen Bären nach dem andern aufbinden kann?

Klaus P. Jaworek, Büchenbach




Zwielichtiger Nebe

Zu: Albrecht von Hagen im  Widerstand (Nr. 29)

Der Autor erwähnt in seinem Beitrag als Mitwisser zum Putschversuch am 20. Juli 1944 unter anderem den Leiter der Reichskriminalpolizei. Hierbei handelt es sich um SS-Gruppenführer Arthur Nebe, höchster Kriminalbeamter im Reich. Eine äußerst undurchsichtige, zwielichtige Person.

Er „tanzte quasi auf zwei Hochzeiten“: Einerseits hatte er ständig Kontakt zu den Verschwörern, andererseits war er als Leiter der Einsatzgruppe B in Russland für dort begangene Kriegsverbrechen verantwortlich. So 1941, wo 45.000 Zivilisten, vornehmlich Juden, erschossen worden sind. Die Verschwörer hatten davon Kenntnis, nahmen aber zunächst an, dass es sich hierbei um Leute handeln würde, die im ständigen Krieg mit den Partisanen umkamen. Stauffenberg hielt sich Nebe gegenüber auf Distanz.
Was erhofften sich die Männer des  20. Juli von einer Zusammenarbeit mit Nebe? Man ging davon aus, dass nach dem Tode Hitlers Nebe kraft seines Amtes die Möglichkeit hatte, die ihm im Reich unterstellte Polizei im Sinne der Verschwörer einzusetzen. Es war absolut wichtig, die wichtigsten Machtzentralen im NS-Staat durch Polizeieinsatz auszuschalten. Eine Rechnung mit vielen Unbe­kannten.

Nebe stieß schon früh zu den Verschwörern, wissend, dass der Krieg verloren war. Hoffte er, trotz der zu verantworteten Kriegsverbrechen seine Haut zu retten? Nebe konnte zunächst untertauchen, wurde aber im März 1945 von der Gestapo aufgespürt und hingerichtet.

Bernd Dauskardt, Hollenstedt




Erinnerung an Neustettin

Zu: Eine Reise nach Hinterpommern (Nr. 34)

Der Artikel rief eine frühere Kindheitserinnerung in mir wach. Nach dem ersten verheerenden Bombenangriff 1943 reiste meine Familie mit mir zu Verwandten nach Neustettin, kurz bevor das Haus in Hamburg durch Bomben zerstört wurde, wie wir hinterher erfahren mussten. Ich kann mich noch gut an Neustettin und an den schönen Streitzig-See erinnern, zudem auch noch einige persönliche Fotos von Neustettin existieren. Wir wohnten in der Lohmühlenstraße, dort wo eine Schmiede bestand, im Eigentum meiner Verwandten. Auf dem Foto bin ich mit meiner jüngeren Schwester zu sehen. Ich selbst bin nun schon fast 85 Jahre alt.

Peter Hollbach, Griesheim




Ende eines Flugpioniers

Zum Leserbrief: Vergessene Persönlichkeit (Nr. 34)

Im August 1945 wurde Flugpionier Hans Grade im Bürgermeisteramt des märkischen Städtchens Borkheide, also der Stätte seiner zahlreichen großen Erfolge, erklärt, dass er nun unerwünscht wäre. Dem folgte ein langes, ihn zermürbendes Ringen um die Wiedereinsetzung in seine betrieblichen und privaten Rechte.
Er war zwar im Recht, aber er bekam es nicht. Weil dieser ungleiche Kampf gegen die Rechtsbrecher vergeblich schien, verschlechterte sich seine Gesundheit spürbar, obwohl er weiterhin voller Hoffnung war. Er starb den Erschöpfungstod und, wie seine Nichte, die Schauspielerin Brigitte Grothum sagt, „an gebrochenem Herzen über sein zerstörtes Lebenswerk. Und an Hunger“.

Detlef Schwenkler, Hamburg