19.01.2022

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25.09.20 / Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 39 vom 25. September 2020

Aus den Landesgruppen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Bayern

Vorsitzender: Christoph Stabe Ringstraße 51a, App. 315, 85540 Haar Tel.: (089)23147021 stabe@low-bayern.de, www.low-bayern.de

Erntedank 2020

Hof - Zum ersten Mal nach dem coronabedingten Lockdown traf sich die Kreisgruppe Hof der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen am 12. September 2020 wieder. Vorsitzender Christian Joachim begrüßte Mitglieder und Gäste, gratulierte den Ge-burtstagskindern herzlich und dankte Familie Morgner für die gelungene Ausschmückung. Nach der Vorstellung des Prominenten des Monats, dem Arzt Paul Schroeder, durch Kulturwart Bernd Hüttner, präsentierte Christian Joachim seine Gedanken zu Ernte und Erntedank.

Ernte ist älter als der Ackerbau und diente zur Nahrungsbeschaffung. Auch unsere Vorfahren, die Pruzzen, lebten von dem, was sie sammelten, bis sie die für den Pflanzenanbau und Tierfang nötigen Geräte erfanden.

Im frühen Mittelalter, als es im westlichen Europa bereits Kornfelder und Gemüsegärten gab, waren die Pruzzen noch Waldbauern. Sie rodeten ein Stück Wald – meistens in runder Form – und bearbeiteten es mit dem Hakenpflug. Wenn der Acker nicht mehr genug Getreide, das sich selbst ausgesät hatte, hervorbrachte, wurde ein neues Stück Wald gerodet. Roggen für die Menschen und Hafer für die Pferde reichten neben Tieren und Wildfrüchten als Nahrung aus. Die ersten gezähmten Schweine wurden in den Wald getrieben, wo sie reichlich Eicheln und Bucheckern fanden. Für Rinderhaltung fehlte es an Weideland.

Letzteres konnte erst entstehen, als deutsche Siedler ihre Ackergeräte mitbrachten und die Ordensritter das Land einteilten und verwalteten.

Von den Siedlern lernten die Pruzzen die Dreifelderwirtschaft, eine Fruchtfolge von Winterkorn, Sommerkorn und Brache. Die Ernteerträge wuchsen von Jahr zu Jahr. Die Kornspeicher der Ordensburgen und die Fachwerkspeicher der Hanse-Kaufleute füllten sich. Wenige Generationen nach Gründung der Hanse-Städte sowie des Ordensstaates Preußen konnte ein großer Teil der Ernte auf Segelfrachtern über die Ostsee gehen.

„Eyn fruchtbar Land“ meldeten die Chronisten, wenn sie über Preußen berichteten. Aber es gab auch immer wieder Not- und Hungerzeiten. Kriege und Feuersbrünste vernichteten das Korn auf den Feldern, in Speichern und Scheunen. Immer wieder musste neu begonnen werden. So trug der Boden erneut reiche Ernte und das Korn konnte in alle Welt geliefert werden.

Nur zur Zeit Napoleons, als England die Einfuhr verhinderte, bereitete die Ausfuhr Schwierigkeiten. Getreide- und Bodenpreis sanken. In dieser Zeit, gerade wäh-rend der Bauernbefreiung, geriet die ganze Landwirtschaft in große Not, so dass die Bauern und Gutsbesitzer hungerten, weil sie die Ernte billig verkaufen mussten. 

Aber nie vergaßen sie zu danken für die Gaben des Himmels und für die Ernte. Das trockene Roggenbrot gab ihnen so viel Kraft, dass sie durchhielten, bis sie ihre Höfe zu neuer Blüte bringen konnten. Die Bitte um gute Ernte und der Dank dafür ist so alt wie die Ernte selber.

Bei den alten Pruzzen richtete er sich an die Göttermutter, später an den Erntegott Kurcho oder Perkunos. Ritter, Mönche und deutsche Siedler brachten den christlichen Glauben mit und dankten Gott, dem Herrn.

Durch die intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung wurde Ostpreußen ein waldarmes Gebiet. Zuletzt bestanden zwei Drittel des ostpreußischen Bodens aus Feldern, Wiesen und Weiden, wovon die Hälfte als Getreideacker genutzt wurde. Die größten Flächen trugen das Brotgetreide, ein Viertel Weizen, drei Viertel Roggen. Dieses Brot vom eigenen Getreide, selbst gebacken, getrieben mit lange gelagertem Sauerteig, bei Sonnenaufgang geknetet und zu riesigen Brotlaiben geformt, schenkte unseren Vorfahren Kraft und Gesundheit.

Der angebaute Weizen war für den Sonntag da, für hefegetriebene Striezel und Fladen, aber auch zum Kochen im Alltag, für das angebundene Suppchen, für Mehlschwitze, Keilchen und Flinsen und vor allem für das allabendliche Klunkermus. Brot, Grütze und Graupen sorgten dafür, dass die Zähne kräftig blieben und dass die Kaldaunen (Innereien) keine Sperenzchen machten.

Abschließend verwies Christian Joachim noch auf die Mär, dass die ostpreußische Landwirtschaft hauptsächlich auf großen Rittergütern betrieben wurde. Richtig ist, dass die ostpreußische Landwirtschaft zu je einem Viertel aus größeren Gütern und aus Großbauern bestand. Ein Drittel waren mittelgroße Bauerngrundstücke, der Rest Kleinsiedlungen. Dieses Konglomerat schaffte die großartige Leistung, außer den 2,5 Millionen Ostpreußen weitere 2 Millionen Menschen anderenorts zu ernähren.

Zum Schluss verwies der Vorsitzende darauf, dass wir heutzutage genug zu essen haben, aber die Qualität der Nahrungsmittel immer fragwürdiger wird. Nachdem die meisten Menschen nicht mehr selber ernten, sollte Erntedank für die Konsumenten bedeuten, dass man sich Gedanken darüber macht, wie man in Zukunft zu einer gesunden und bescheidenen Lebensführung zurückfinden und dadurch mancher Übel Herr werden könnte.

Mit einem Tischspruch von Wilhelm Scholz, beendete er seine Gedanken zum Erntedank:

„Gleichwie der Baum die Wurzel senkt, ins Erdreich, das die Kraft ihm schenkt, um Ast und Blatt und Frucht zu treiben, woll’n wir der Erde Kinder bleiben und froh aus ihren Kräften leben, woll’n grade wachsen, aufwärtsstreben und Gott in uns die Ehre geben.“

Nach dem interessanten Vortrag und einem geistlichen Wort von Bernd Hüttner saß die ostpreußi-sche Familie noch lange bei lebhaf-ten Gesprächen beisammen.

Die nächste Veranstaltung ist am 10. Oktober 2020 der Tag der Heimat. Dieser findet – coronabedingt – nur mit einer Feierstunde im Freien am Mahnmal in der Blücherstraße statt und beginnt um 11 Uhr. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Prominenter des Monats: Paul Schroeder

Hof – Kulturwart Bernd Hüttner stellte den Mitgliedern der Lands-mannschaft der Ost- und West-preußen, Ortsgruppe Hof als Prominenten des Monats den Arzt und Standespolitiker Paul Schroeder, geboren am 18. August 1894 in Königsberg/Pr., vor. Nach dem Abitur 1913 am Königlichen Gymnasium Lyck und einem Freiwilligenjahr beim Militär studierte er ab 1914 an der Pépinière, der späteren Kaiser-Wilhelm-Akademie für das militärische Bildungswesen, Medizin.  

Im Ersten Weltkrieg wurde Schroeder 1917 nach dem Physikum Feldhilfsarzt. Nach dem Krieg promovierte er und arbeitete bis 1929 als praktischer Arzt in Dänischenhagen bei Kiel. Danach kehrte er nach Königsberg zurück und praktizierte bis 1945 in Juditten. Bereits 1930 wurde er Vorstandsmitglied des Vereins Königsberger Ärzte, den er ab 1933 leitete. 1936 übernahm er außerdem den Vorsitz der Kassenärztlichen Vereinigung Ostpreußen. Bis zum Kriegsende war er der letzte Leiter der Ärztekammer Ostpreußen. Nach seiner Flucht und dem Kriegsende wurde Schroeder Chefarzt des Marinelazaretts Eckernförde. 1945 gründete er die Ostpreußische Arztfamilie, einen Zusammenschluss von Ärzten und deren Angehörigen, die aus Ostpreußen geflüchtet waren, und denjenigen, die dort noch tätig waren. 1947 wurde er der angeblichen Gründung einer geheimen Wider-standsbewegung gegen die Besat-zungsmacht bezichtigt, verhaftet und erhielt für kurze Zeit ein Schreibverbot. 

Paul Schroeder engagierte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ärztekammer Schleswig-Holstein und arbeitete bis 1964 wieder in Dänischenhagen als praktischer Arzt. Für seine Verdienste wurde er u.a. 1966 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 1969 mit der Paracelsus-Medaille der Deutschen Ärzteschaft geehrt. Er starb im Alter von 80 Jahren in Dänischenhagen bei Kiel.


Hessen

Vorsitzender: Ulrich Bonk Stellv. Vorsitzender:: Gerhard Schröder, Engelmühlenweg 3, 64367 Mühltal, Tel. (06151)148788

Wiesbaden – Wegen der Corona-Einschränkungen konnte die traditionelle Feststunde zum „Tag der Heimat“ des BdV-Kreisverbandes Wiesbaden nicht in gewohnter Weise im Saal des Hauses der Heimat stattfinden. So war die Feierstunde am „Gedenkstein der Landsmannschaften im Bund der Vertriebenen“ zugleich auch die ausgefallene Feststunde.

Der Vorsitzende der LOW Wiesbaden, Dieter Schetat, hatte die Mitglieder und Freunde der Landsmannschaft zur Teilnahme an der Feier aufgerufen, um so die Treue und Verbundenheit zur unvergessenen Heimat zu bekunden.

Die Festansprache am Gedenkstein hielt der ehemalige Wiesbadener Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel (Foto). In seiner Rede betonte der jetzige Stadtverordnete seine Verbundenheit mit den Heimatvertriebenen und würdigte deren besondere Leistungen beim gemeinsamen Neuanfang in der Nachkriegszeit. „In der ersten Zeit waren die Flüchtlinge noch unwillkommene Gäste; dies hat sich jedoch im Laufe der Zeit geändert“, fügte er hinzu. 

Zum Thema Flucht und Vertreibung forderte er gezielten Unterricht in den Schulen, zumal immer noch Millionen Menschen auf der Flucht seien. Als wichtigen Beitrag zu einem geeinten Europa bezeichnete Nickel die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“, die auch als Leitwort über dem diesjährigen Gedenktag steht. 

Ähnlich äußerte sich der Bundestagsabgeordnete Ingmar Jung, der neben zahlreichen Gästen und Vertretern der Kommunalpolitik gekommen war. Die Charta, verabschiedet vor 70 Jahren in Stuttgart, gehöre zu unserer Kultur, resümierte Jung. Mit einem der Kernsätze hatte die LOW Wiesbaden 1996 ihre Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Landsmannschaft eingeleitet: „Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.“

Die Abstandsgebote und Hygieneregeln ließen das gemeinsame Singen nicht zu. So wurden die sonst gesungenen Heimatlieder und das Hessen-Lied von Mitgliedern der Landsmannschaften im Bund der Vertriebenen vorgelesen, verbunden mit Geschichten und Gedichten zur Erinnerung an die Heimatgebiete.


Nordrhein-Westfalen

Stellvertretende Vorsitzende: Klaus-Arno Lemke und Jürgen Zauner , Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel.: (02964)1037. Fax (02964)945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de

Bielefeld- am Montag, den 28. September 2020 trifft sich wieder die Ost- und Westpreußen Gruppe Bielefeld und Umgebung zu einem Heimatnachmittag bei Kaffee und Kuchen zum Schabbern.

Mit einem Reisebericht-Bildvortrag von einer Süd-Ostpreußen-Reise im August 2020, u.a. nach Neidenburg, Johannisburg, Hohenstein, Allenstein, Mohrungen, Oberland u.v.m. aus Ermland und Masuren. Herzlich eingeladen sind alle Mitglieder, Bekannte, Freunde, sowie interessierte Gäste, einige schöne Stunden mit netten Menschen zu verbringen. Dieser Heimatnachmittag findet wegen der guten Atmosphäre und viel Platz wieder im Restaurant Bültmannshof "Das Wirtshaus 1802" in der Kurt-Schumacher- Straße 17a, in Bielefeld, um 15.00 Uhr statt. Das Lokal erreichen Sie bequem mit der Straßenbahnlinie 4 „Universität“. Steigen Sie an der Haltestelle „Bültmannshof“ aus, von dort aus erreichen Sie das Restaurant fußläufig in wenigen Minuten. Alle Corona-Auflagen werden erfüllt.

Voranmeldung wird bei Frau Barbara Dörr, unter der Telefonnummer 0521/82026 erbeten. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Wiedersehen!

Mit heimatlichen Grüßen

Der Vorstand

Bei Fragen bezüglich der Anzeige wenden Sie sich bitte an folgende Adresse:

Gerhard Scheer (stellv. Vorsitzen-der), Leonhardstr.26, 42281 Wuppertal, Telefon: 0176/22201847

Unna - Die Landsmannschaft Ostund Westpreußen und Pommern, Kreisgruppe Unna trauert um ihren stellvertretenden Vorsitzenden Bruno Romeiks, der am 1. September 2020 verstorben ist. Er stammte aus dem Kreis Insterburg, und sein unermüdlicher Einsatz galt seiner Heimat Ostpreußen. Am 25. Oktober 1933 geboren, war er zwölf Jahre alt, als die glückliche Zeit in der Heimat für ihn endete. Leider erzählte er wenig über seinen sicherlich sehr interessanten Lebenslauf; die Erinnerungen an die Erlebnisse im Krieg und am Kriegsende und später schienen ein Hindernis zu sein. Doch sobald die Reisen in die Heimat, in das nördliche Ostpreußen möglich wurden, fuhr er regelmäßig hin und schloss Freundschaft mit den russischen Bewohnern. Er engagierte sich in der Kreisgemeinschaft Insterburg und wurde dort hoch ausgezeichnet. Er gehörte dem Arbeitskreis „Ostpreußisches Platt“ an und war mit den landsmannschaftlichen Gruppen in NRW „vernetzt“.

In der Gruppe Unna war er unentbehrlich. Er organisierte mit seiner Ehefrau Helga Romeiks die monatlichen Treffen, sorgte für Kontakte zu Behörden und Kirchen, erfreute die Landsleute mit meist erheiternden Vorträgen, übernahm Bestellungen von Liederbüchern, Kalendern usw., wohnte politischen und überregio-nalen Veranstaltungen bei, auch als es ihm nicht mehr leicht fiel, gestaltete Weihnachtsfeiern, „Tag der Heimat“ usw. entscheidend mit – die Aufzählung lässt sich fortsetzen. Und das Wichtigste: er kümmerte sich um die Mitglieder, besuchte sie, rief sie an, hielt zu allen den möglichst engen Kontakt. 

Aber noch ein Verdienst ist ihm zuzurechnen. Er machte immer wieder Mut und rief immer wieder dazu auf, für Ostpreußen tätig zu sein, auch wenn mal etwas „nicht so rund lief“. Im BdV- Kreisverband Unna war er viele Jahre Schatzmeister. Die Gruppe Unna verdankt ihm Aufschwung und Stabilität und hofft, in seinem Sinne weiterarbeiten zu können.


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Edmund Ferner, Julius-Wichmann-Weg 19, 23769 Burg auf Fehmarn, Tel.: (04371) 8888939, E-Mail: birgit@kreil.info

Bad Oldesloe - Die Ost- und Westpreußen aus Bad Oldesloe waren mit der September-Runde Gäste bei Annemarie Knopf im benachbarten Tremsbüttel. Die Gastgeberin, die immer ihren Bernsteinschmuck trägt, präsentierte einige Exponate in Bernstein, z.B. den Elch auf einem Bernsteinsockel.

Thema des Nachmittags war „Bernsteingewinnung und Bernsteinhandel“. Bernstein ist ein altes Handelsgut, das schon den Wikingern Reichtum einbrachte. Die Bernsteinküste, an der Bernstein im Tagebau gewonnen wird, ist die Samland-Westküste. Palmnicken ist uns von früher her gut bekannt. Bernstein dient überwiegend der Schmuckherstellung: Ketten, Broschen, Armbänder, Zigarettenspitzen. Besonders beliebt und wertvoll sind Stücke mit Einschlüssen – Insekten oder Pflanzenteile.

Die Bernsteinstraße zähle zu den bedeutendsten Handelswegen des Altertums. Von der Samlandküste wurde der Bernstein zum Handelsplatz Truso gebracht, Vorgängerin der späteren Ordensstadt Elbing – 1237 vom Deutschen Ritterorden gegründet. So kannten schon die Römer Bernstein, den Kaiser Nero von der Samlandküste nach Rom holen ließ. Auch arabische Münzen wurden in Ostpreußen gefunden. 

Für Polen ist Bernstein, das Gold der Ostsee, ein besonderes Handelsgut. In der Langgasse in Danzig findet man einen Stand neben dem anderen. Aber auch in Deutschland wird Bernstein verarbeitet, z.B. in Idar-Oberstein.

Danzig ist das Zentrum der künstlerischen Verarbeitung in Europa. Seit einigen Jahren gibt es dort ein Bernsteinmuseum, in dem den Besuchern in mehreren Etagen des Stockturms die Geschichte und die Verarbeitung vermittelt wird.

Ein Rätsel ist wohl immer noch der Verbleib des berühmten Bernsteinzimmers, das der Zar einst vom Deutschen Kaiser geschenkt bekam.

Gisela Brauer

3. Rundbrief

Neumünster - Liebe Mitglieder der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen und alle, die sich mit uns verbunden fühlen!

Ja, wir sind noch da und denken an Sie! Der 3. Rundbrief wird Sie wieder informieren. Immer wird uns der Schatten „Corona“ beschäftigen. Die Corona Pandemie hat uns fest im Griff, und die Auflagen für die Veranstaltungen sind vorgeschrieben und müssen eingehalten werden. Die Gesundheit der Menschen steht über allem, und wir gehören zur Risikogruppe.

Alle Treffen der Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen sind bis zur Adventsfeier abgesagt – auch unsere Erntedankfeier. Ernte – Dank, das tun wir für uns und danken, dass wir unser tägliches Brot haben.

Die Adventsfeier am 5. Dezember 2020, um 15.00 Uhr in der Stadthalle wird im großen Saal unten in der Stadthalle, Am Kleinflecken, statt-finden. Es ist noch lange hin, aber Planung muss sein! Ich bitte um eine verbindliche Anmeldung bis zum 28. November 2020 unter Telefon 0 43 21 – 8 23 14.

Jeder ist für sich verantwortlich, wir tragen bis zum Tisch den Mundschutz, halten Abstand, verzichten auf das Händeschütteln und die liebevolle Umarmung. Das Singen wird uns fehlen, musikalisch unterhält uns aber das Mandolinenorchester.

Durch den Coronavirus hat sich unser Leben und die Einstellung zum Leben verändert. Entbehrungen können schwer sein, aber kennt unsere Generation das nicht? Wir haben die Flucht überstanden, und wir überstehen auch diese Krise in unserer zweiten Heimat in Neumünster.

Das Jahresprogramm 2021 wird von 2020 übernommen. Wir hoffen auf ein gutes Jahr, und dann ist auch ein Ausflug in Planung. Vorschläge nehme ich gerne entgegen.

In all den trüben Corona Wochen und Monaten erreichte mich vor meinem Geburtstag im August eine liebe Nachricht von unserem Landesvorsitzenden Edmund Ferner:

„Liebe Frau Profé, mit großem Interesse habe ich Ihren Lebenslauf gelesen. Sie können auf Ihre Gesamtleistung stolz sein. Ihr Engagement für uns Ostpreußen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es ist ein außerordentlicher Glücksfall, dass die LMO in Neumünster eine Brigitte Profé als Vorsitzende hat, die mit so viel Herzblut und immer neuen Einfällen die Gruppe leitet! Zu Ihrem kommenden Geburtstag im August möchte ich Ihnen ein kleines persönliches Geschenk machen! Eine Sonderanfertigung aus dem Bundesland NRW. Ihr Edmund Ferner – Eine besondere Würdigung für die Arbeit der Landsmannschaft Ostpreußen. 

(Es ist eine Anstecknadel mit dem Ostpreußenwappen im Goldrahmen und ein Buch „Königsberg von A bis Z.)“

Über die Anerkennung habe ich mich sehr gefreut. Ich habe auch treue Ost- und Westpreußen für die ich mich einsetze und meine Pflicht und Aufgabe erfülle.

Bleiben Sie gesund, genießen Sie die schönen Spätsommer- und Herbsttage mit der prächtigen Laubfärbung.

Herzliche Grüße

Ihre / Eure Brigitte Profé