20.01.2022

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02.10.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 40 vom 02. Oktober 2020

Meldungen

Verleumdung der Polizei

Gelsenkirchen – Bei zwei Einsätzen gegen mutmaßliche Randalierer in Gelsenkirchen ist den Polizeibeamten eine „rechte Gesinnung“ vorgeworfen worden. Bereits am 19. September war einer Streife ein 41-jähriger Mann aufgefallen, der Passanten anpöbelte und dabei war, einen Müllbehälter zu demolieren. Als die Beamten ihn ansprachen, beleidigte er sie und warf ihnen mehrfach eine rechte Gesinnung vor. Gegen seine Festnahme wehrte sich der Mann so, dass er gefesselt werden musste. Auch bei einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt bedrohte ein aggressiver 39-jähriger Mann Polizisten und warf ihnen eine rechte Gesinnung vor. Ein Sprecher der Polizei sagte, zwar gebe es Rassismus-Vorwürfe von Randalierern gegen Einsatzkräfte noch nicht in geballter Form, allerdings scheinen beide Vorfälle zu belegen, „dass nun der ein oder andere mit solchen Sprüchen reagiert“.N.H.





Buchenwald sperrt AfD aus

Weimar – Die Leitung der Gedenkstätte Buchenwald hat drei Landtagsabgeordneten der Thüringer AfD die Teilnahme an einer Gedenkfeier untersagt. Die Parlamentarier Thomas Rudy, Torsten Czuppon und Karlheinz Frosch wollten am 19. September an einer Veranstaltung anlässlich der Einrichtung des sowjetischen Speziallagers Nr. 2 in Buchenwald vor 75 Jahren teilnehmen. Da die Abgeordneten nicht bereit waren zu gehen, setzten Polizisten das Hausrecht durch. Bereits Anfang 2019 hatte die Gedenkstätte Buchenwald einen Beschluss gefasst, AfD-Vertretern generell den Zugang zu solchen Veranstaltungen zu verwehren. Der Landtagsabgeordnete Frosch teilte mit, für ihn habe die Zurückweisung einen besonders bitteren Beigeschmack, da sein Bruder das Schicksal der in Buchenwald Internierten teilen musste. Nach Angaben des Politikers war sein Bruder 1945 im Alter von 15 Jahren festgenommen worden und ist unter ungeklärten Umständen 1947 verstorben. N.H.





Plastik im Meer kostet Geld

Berlin – Bei etwa 94 Prozent der an Stränden der Nordsee tot aufgefundenen Eissturmvögel wurde Kunststoff in ihren Mägen nachgewiesen. Die besondere Gefahr von Plastik- und Styropor-Bruchstücken sowie Folienfetzen für die Meereslebewesen besteht darin, dass See- und Küstenvögel sich in diesen verheddern können oder sie verschlucken. Bei 111 Erfassungen an den deutschen Stränden der Nordsee sind laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen von 2011 bis 2017 gut 17.000 Plastikmüllteile gefunden worden, an den Stränden der Ostsee waren es von 2013 bis 2018 bei 475 Erfassungen knapp 22.000. Kunststoffe machen etwa 75 Prozent des aufgefundenen Mülls aus, gefolgt von Teilen aus Gummi, Metall, Stoff, Glas und Holz. Für die Müllbeseitigung und Strandreinigung werden laut Bundesregierung pro Jahr etwa 65.000 Euro pro Kilometer Strand aufgewendet.MRK