18.01.2022

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30.10.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 44 vom 30. Oktober 2020

Meldungen

Probleme bei Thyssenkrupp 

Düsseldorf – Die deutsche Stahlindustrie leidet in der Corona-Pandemie unter Nachfrageeinbrüchen. Besonders der einstige Vorzeigekonzern Thyssenkrupp steckt in der Krise. Gewerkschaften haben unlängst Staatshilfe gefordert, aber Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hält sich bedeckt. „Das sehe ich – nach derzeitigem Stand – nicht“, sagte der CDU-Politiker der „Wirtschaftswoche“. Allerdings sei der Stahl für die deutsche Wirtschaft systemrelevant. „Deshalb müssen wir alles tun, damit wir in Deutschland weiter Stahl produzieren können.“ Seiner Einschätzung nach sei es sinnvoller, die Umstellung bei der Produktion auf sogenannten grünen Stahl zu fördern, als sich am Unternehmen selbst zu beteiligen. Zuletzt wurde spekuliert, Thyssenkrupp könne nach zahlreichen Verkäufen auch die Stahlbranche abstoßen. „Man hat den Eindruck, Thyssenkrupp befindet sich bereits mitten in der Abwicklung“, kommentierte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz.P.E.





BMW geht es besser

München – Wie schon der Mitbewerber Daimler meldet auch BMW im abgelaufenen dritten Quartal überraschend gute Zahlen. Nach Angaben von BMW hat der Konzern zwischen Juli und Ende September im Kerngeschäft mit dem Autobau einen Zufluss von 3,07 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Vorjahreszeitraum hatte der sogenannte Free Cashflow im Autogeschäft lediglich bei 714 Millionen Euro gelegen. Als Gründe für den hohen Mittelzufluss nennt BMW die unerwartet rasche Erholung auf mehreren Märkten, gesenkte Fixkosten und Investitionsausgaben sowie die Steuerung des betriebsnotwendigen Kapitals. Der Konzern bestätigte die Jahresprognose für die Ergebnisse, der Autobauer wies aber auch auf eine hohe Unsicherheit hin. Der BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch sagte, BMW werde trotz der Corona-Krise und des Absatzrückgangs „ganz sicher“ ein positives Ergebnis schreiben, betriebsbedingte Kündigungen werde es daher 2020 „definitiv nicht geben“.N.H.





Potenzial durch Gasreserven

Kiew – Bislang brachliegende riesige Gasvorkommen könnten der Ukraine eine wichtige Rolle als künftiger Gaslieferant für Europa bringen. Die Ukraine verfügt mit 1,09 Billionen Kubikmeter Erdgaslagerstätten über die zweitgrößten bekannten europäischen Gasvorkommen nach Norwegen. Damit rückt die Ukraine in den Fokus europäischer Investoren, denn Schätzungen zufolge wird die EU im Jahr 2030 zirka 90 Prozent ihres Bedarfs importieren müssen. Die Ukraine verfügt bereits aufgrund des sowjetischen Erbes über eine gut entwickelte und umfassende Infrastruktur. Auf Druck des Internationalen Währungsfonds hat Kiew Reformen durchgeführt, die eine finanzielle Beteiligung an der Exploration für europäische Investoren attraktiv machen. MRK