29.02.2024

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04.12.20 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 49 vom 04. Dezember 2020

Stimmen zur Zeit

Der Schauspieler und Regisseur Leander Haußmann („Sonnenallee“) äußert gegenüber der Berliner „B.Z.“ (22. November) Sorgen, wie die Corona-Maßnahmen Deutschland verändern könnten:

„Wer aber Maßnahmen und Regeln diskutieren will, wird oft gern in die Ecke der Corona-Leugner geschoben. Manchmal habe ich das Gefühl, die Leute werden gegeneinander aufgehetzt. Das kann leicht ein Volk von Denunzianten hervorbringen. Angesichts unserer Geschichte mit Nazis und Stasi kann das wohl niemand wollen.“





Matthias Matussek geißelt in der Schweizer „Weltwoche“ (25. November) die falsche Moral deutscher Kirchenfürsten:

„Wie zynisch ist Heinrich Bedford-Strohm, dieser bleiche protestantische Bischof, in seinem Talar, der Schiffe zur sogenannten Seenotrettung im Mittelmeer ausstaffiert. Wohl wissend, dass er mit diesem Show-mäßigen Anreiz viele Unglückliche erst aufs Meer lockt. Und sein Freund auf der Seite der Katholiken, Reinhard Kardinal Marx, nutzt die Kanzel, um Kritiker seiner gleichgelagerten Ideologie öffentlich an den Pranger zu stellen und nach Art der schlimmsten Renaissance-Päpste mit Gottes Vollmacht Politik zu betreiben und AfD-Wählern das Christsein zu bestreiten.“





In der „Bild“-Zeitung (1. Dezember) ärgert sich Philip Piatov darüber, dass die Bundesregierung die Deutschen offenbar bis nach der Bundestagswahl im September 2021 im Unklaren darüber lassen will, was die gigantischen Lockdown-Hilfen den Steuerzahler kosten werden:

„Es sind die Bürger, die Millionen Kurzarbeiter und geschlossene Betriebe finanzieren, die für die Milliarden-Zuschüsse an marode EU-Staaten geradestehen. Und sie haben ein Recht darauf, zu erfahren, wann dafür die Rechnung kommt. Die Bundesregierung muss endlich erklären, wie die Steuerlöcher gestopft und die Milliarden-Schulden zurückgezahlt werden sollen. Nicht erst nach der Bundestagswahl, sondern sofort!“





Manfred Haferburg, einst Oppositioneller in der DDR, fürchtet, auch die Bundesrepublik  verwandele sich in einen linken Zwangsstaat. Im Blog von PAZ-Autorin Vera Lengsfeld (30. November) warnt er vor einem falschen Optimismus der Vernünftigen:

„Wer heute meint, dass der Zeitgeist freiwillig auch nur einen einzigen Fußbreit des eroberten Territoriums wieder herausrückt, der wird sich noch wundern. Hoffe nicht auf bessere Zeiten. Mein Vaterland, mir graut für Dich.“





Wort der Woche

„Wir sind Konservative, die noch nicht kapituliert haben, wie es in Frankreich oder Deutschland der Fall ist. Das gefällt vielen in Europa nicht.“

Zdzislaw Krasnodebski, Soziologieprofessor und EU-Abgeordneter der polnischen Regierungspartei PiS in der „Welt“ (1. Dezember)