16.01.2022

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31.12.20 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 53 vom 31. Dezember 2020

Meldungen

Aus der Traum vom Eigenheim

Lübeck – Wie aktuelle Daten des Immobilienfinanzierers Dr. Klein zeigen, wird es selbst für die gut verdienende Mittelschicht in Deutschland immer schwieriger, sich Wohneigentum aufzubauen. Demnach haben sich die Deutschen bei Baufinanzierungen im November im Durchschnitt mit fast 300.000 Euro verschulden müssen. Vor einem Jahr, im November 2019, war ein Wert von 266.000 Euro ermittelt worden. Im Schnitt konnten die Deutschen im November auch nur noch 14,7 Prozent der Kaufsumme in Form von Eigenkapital zur Immobilienfinanzierung aufbringen. Noch vor wenigen Jahren war ein Eigenkapitalanteil von 20 Prozent bei Immobilienfinanzierungen allgemein üblich. Nach Berechnungen des Immobilienverbandes IVD sind mittlerweile Eigentumswohnungen nicht mehr allein in München für Durchschnittsverdiener nicht mehr erschwinglich, sondern auch in Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart und Frankfurt am Main. N.H.





Senkung ist verpufft

Berlin – Die vorübergende Senkung der Mehrwertsteuer konnte laut dem Handelsverband Deutschland (HDE) so gut wie nichts gegen die negativen Auswirkungen des Lockdowns auf den Handel ausrichten, die Wirkung sei nur marginal gewesen. Dies sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der „Welt am Sonntag“. Die Drogeriekette Rossmann hat nach eigenen Angaben die Drei-Prozent-Senkung schon Ende September wieder zurückgenommen, ohne dass die Kunden dies wahrgenommen hätten. Zum 1. Januar endet die Senkung. Statt 16 oder fünf Prozent sind dann wieder 19 oder sieben Prozent Mehrwertsteuer fällig. Mit steigenden Preisen wird dennoch nicht gerechnet, da der Konkurrenzdruck nach Wiedereröffnung der Läden erheblich sein werde. Laut dem Handelsverband Textil sitzt die Branche bei Mode und Schuhen auf 300 Millionen Teilen, die infolge des Lockdowns bislang nicht angeboten werden konnten. H.H.





Wohnungen Mangelware

Berlin – Der Wohnungsmarkt ist in vielen deutschen Großstädten nahezu leergefegt. Dies ergab eine Studie des Analysehauses Empirica und der Immobilienfirma CBRE, über welche die „Epochtimes“ berichtet. Bis vor einigen Jahren hätten die Metropolen die wachsende Nachfrage noch durch den Abbau von Leerstand zum Teil auffangen können. Das sei vorbei. Bei den Spitzenreitern München und Frankfurt am Main ist der Leerstand auf 0,2 Prozent gesunken. Die Experten empfehlen neben mehr Neubauten eine bessere Anbindung des Umlands, damit sich die Wohnungssituation in den besonders überlaufenen Großstädten entspanne. Das pfälzische Pirmasens dagegen ist Spittzenreiter beim Leerstand, hier warten 9,3 Prozent aller Wohnungen auf neue Bewohner. In Chemnitz, Frankfurt an der Oder, Salzgitter und Schwerin stehen jeweils mehr als acht Prozent der Wohnungen leer. H.H.