18.01.2022

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15.01.21 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 02-21 vom 15. Januar 2021

Stimmen zur Zeit

Alexander Wendt beobachtet in seinem Blog „publicomag“ (6. Januar) als Reaktion des Impf-Desasters einen interessanten Wechsel in der Argumentation von Bundesregierung, EU und deren medialer Unterstützer:

„Alle bisherigen Corona-Maßnahmen wurden damit begründet, es ginge darum, Menschenleben zu retten. Dieses Ziel könne und dürfe nicht mit materiellen Gütern aufgewogen werden. Wie sich jetzt herausstellt, sind Güter die höchsten Güter nicht, das Leben aber irgendwie auch nicht. Sondern ... die Verhinderung des sogenannten Impfnationalismus und die strikte Bewahrung des EU-Gleichschritts unter besonderer Beachtung der Sparsamkeit an einer völlig absurden Stelle.“





Nachdem eine befreundete Schauspielerin wegen der Lockdown-Folgen für sie in den Freitod ging, denkt der Autor und Filmregisseur Tom Bohn in der „Welt“ (8. Januar) darüber nach, was die Politik Deutschland und unserem Kulturleben antut – und fragt sich, warum:

„Ein Kollege nannte es vor Kurzem: das leise Sterben. Unsere Gesellschaft verliert gerade ihre Seele – und merkt es noch nicht einmal. In der Politik zählt nur Anderes: zielgerichtetes Durchgreifen, harte Maßnahmen, Zügel anziehen. Dass dies längst nicht nur zum Wohle der Allgemeinheit, sondern auch im Hinblick auf eine mögliche Kanzlerkandidatur und die Bundestagswahlen geschieht, ahnen inzwischen nicht nur die Feinsinnigen.“





Roger Letsch sieht die Besetzung des US-Kapitols als Folge eines Versagens der politischen Klasse beider großen Lager, wie er in seinem Blog „Unbesorgt“ (7. Januar) schreibt:

„Die Unfähigkeit beider Seiten, in den vergangenen zwei Monaten den dringend nötigen Prozess der Vertrauensbildung einzuleiten, hat die Vereinigten Staaten in diese unmögliche Lage gebracht. Nach dem gewaltsamen Eindringen in den Kongress deutet leider nichts darauf hin, dass sich das Karussell des Misstrauens bald langsamer drehen wird. Man hatte auf der einen Seite auf die „Kraft der Massen“ und auf der anderen Seite auf die „Heiligkeit der Institutionen“ und die Legitimität jeder ihrer Handlungen vertraut. Beides hat sich als Illusion erwiesen, die der ganzen Welt noch teuer zu stehen kommen wird.“





Wort der Woche

„Dass die Regierenden die Vorfälle im Kapitol zum Anlass nehmen, die Dringlichkeit ihrer Gesetzesverschärfung zu betonen, untermauert den Eindruck, ihnen gehe es in erster Linie darum, die Freiheit der Meinungsäußerung einseitig zu beschneiden.“

Ramin Peymani, in seinem Blog „Liberale Warte“ (11. Januar) zum geplanten, verfassungsrechtlich äußerst umstrittenen „Anti-Hass-Gesetz“