17.01.2022

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22.01.21 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 03-21 vom 22. Januar 2021

Stimmen zur Zeit

Cora Stephan rückt bei „Tichys Einblick“ (12. Januar) den Blick auf die Geschichte der USA etwas zurecht:

„Gewiss hat das weiße Amerika einst von Sklaverei profitiert – doch man hat sie dort weder erfunden noch betrieben. Versklavt wurden Afrikaner in blutigen Stammesfehden von Afrikanern, den Handel übernahmen überwiegend Araber und die Abschaffung der Sklaverei oblag dem Westen, während sie in afrikanischen Ländern noch lange aufrechterhalten wurde. Denn das genau ist die Stärke des ,weißen‘ Europa: die Fähigkeit zur Selbstkritik.“





Matthias Hochstätter hat genug davon, dass die Politik die Verantwortung ständig auf die Bürger abwälzt, statt endlich ihre Aufgaben zu erfüllen, wie er auf „Focus online“ (15. Januar) fordert:

„Die Kommunikationsstrategie aus Zuckerbrot und Peitsche hat ausgedient. Der Staat muss jetzt liefern. Wo sind die Schnelltests für Alten- und Pflegeheime? Wo die Impfstoffe? Wo die FFP2-Masken? Wo bleiben die versprochenen Corona-Hilfsgelder für November und Dezember? Wo die digitale Ausstattung für den Distanzunterricht an Schulen? Eine Politik der Drohungen und leeren Versprechungen ist nicht mehr ernst zu nehmen.“





Hubert Spiegel stellt in der „Frankfurter Allgemeinen“ (13. Januar) eine brisante Frage:

„Könnte es sein, dass es unter den Impfgegnern Menschen gibt, die den eigenen Körper als letztes Refugium ihrer persönlichen Souveränität betrachten?“





Matthias Iken nennt Deutschland im „Hamburger Abendblatt“ (16. Januar) ein „Land ohne Erzählung“ und beklagt das Verhältnis vieler Deutscher zu ihrer Nation:

„Wir hadern so mit uns selbst, dass schon das Wort deutsch unter Generalverdacht fällt. Selbst Kanzlerin Angela Merkel spricht statt von Deutschen lieber von ,Menschen, die schon länger hier leben‘. Ein solcher Blödsinn wäre Gerhard Schröder oder Joschka Fischer nie über die Lippen gekommen.“





Roger Köppel nimmt in der „Weltwoche“ (13. Januar) Donald Trumps mittlerweile legendäre Rede unter die Lupe, die angeblich den Sturm aufs Kapitol ausgelöst haben soll:

„Trumps angebliche Hass- und Hetzrede vom Mittwoch, gleichsam die Tatwaffe, wird gar nicht zitiert. Sie wird nur interpretiert. Das hat einen triftigen Grund: Man findet keine Sätze darin, in denen Trump zu Gewalt oder Rechtsbruch anstiftet. Im Gegenteil.“





Wort der Woche

„Es scheint, je mehr Fehler er und seine Mitarbeiter machen, umso mehr liebt ihn die Bevölkerung.“

Michael van Laack wundert sich auf „philosophia perennis.com“ (19. Januar) über die Beliebtheitswerte von Gesundheitsminister Jens Spahn