28.01.2022

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05.02.21 / Aufgefallen / Gegenwind aus Magdeburg

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 05-21 vom 05. Februar 2021

Aufgefallen
Gegenwind aus Magdeburg
Erik Lommatzsch

Aus Sachsen-Anhalts Hauptstadt wird die Corona-Politik lautstark kritisiert. Allerdings nicht von den „üblichen Verdächtigen“, sondern von Vertretern der Parteien, die in Berlin die Große Koalition bilden. Lutz Trümper, Sozialdemokrat und seit 2001 Oberbürgermeister von Magdeburg, zeigte sich schon länger skeptisch. Zuletzt ließ er bezüglich der „15-Kilometer-Regelung“ wissen, dass er nichts davon halte, angesichts der Zahl der positiv Getesteten allen anderen zu verbieten, die Stadt zu verlassen. Die Maßnahmen halte er für „nicht administrierbar und auch nicht kontrollierbar“. Man müsse „die Kraft auf das konzentrieren, was man ändern kann“. Für ihn habe Bedeutung, „Altenheime zu schützen und die Schulen aufzumachen“. 

Deutlicher in der Tonlage äußerte sich nun Michael Hoffmann, Magdeburger Stadtratsvorsitzender der CDU. Zum Gebaren der Regierung schrieb er auf „Facebook“: „Jetzt reicht es aber endgültig. Das erinnert mich doch nun ganz ganz schlimm an das kommunistische System. War da aus dem ZK der SED noch irgendein Mittel über? FREIHEIT statt Merkel.“ Auf demselben Forum hatte der CDU-Politiker bereits Äußerungen des Virologen Christian Drosten kommentiert. Diesem „Typen glaube ich kein einziges Wort mehr. Zudem ist der vom Zentralkomitee Merkel gesteuert“. Auf Nachfrage des „Spiegel“ räumte Hoffmann zwar ein, seine Formulierungen seien „etwas überspitzt“ gewesen, bekräftigte aber zugleich, Merkel und Drosten verbreiteten „Angst und Schrecken“.