27.01.2022

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19.02.21 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 07-21 vom 19. Februar 2021

Leserforum

Grüne Nachahmung

Zu: Habecks Demokratie (Nr. 5)

Es ist schon gruselig, wie der Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck allein schon mit dieser von Ihnen lobenswerterweise aufgedeckten „Warnung“ entlarvt wird. „Warnung“ vor denjenigen, „die die Demokratie zu einer Volksherrschaft umbauen wollen“.

Habeck verwendet also genau die Methode, vor der George Orwell in seinem dystopischen Roman „1984“ explizit warnen wollte: Begriffe kapern und bewusst umdeuten zum „Neusprech“ in der Diktatur Ozeaniens 1984 (und zunehmend alle Tage in bestimmten Kreisen der heutigen realen „Meinungslenker“ in unsere Welt der Bundesrepublik im Jahre 2021).

Habecks Methode entspricht dem Vorgehen des  „Miniwahr“ (Ministerium der Wahrheit) = Propagandaministerium: die Sprache des Volkes von „schädlichen Begriffen“ reinigen und mit neuen Bedeutungen das „Umdenken“ instrumentalisieren. Ist das nun schon wissentliche oder nur törichte Erfüllung der Parole „Unwissenheit ist Stärke“ und Teil eines Versuches der „Gehirnwäsche“ der Deutschen durch Ansätze einer so sichtbar werdenden, zukünftigen grünen totalitären Staatspartei? 

Orwell hat seinen Roman nicht als „Rezept“ verwendet wissen wollen, wird aber anscheinend hier im konkreten Beispiel zur Nachahmung missbraucht.

Auf die kommende Rezension in der PAZ bin ich gespannt. 

Jürgen Schaar, St. Wendel






Vision einer Weltregierung

Zu: Habecks Demokratie (Nr. 5)

Robert Habeck warnt vor denjenigen, „die die Demokratie zu einer Volksherrschaft umbauen wollen“. Wer wie der Co-Chef der Grünen am ganz großen Rad dreht und eine Weltregierung installieren will, muss vor denen warnen, die eine richtig verstandene Volksherrschaft verwirklichen wollen. Die Welt hat viele Völker, und daher schließen sich Volksherrschaft und Weltregierung gegenseitig aus. Wenn Habeck zwischen Demokratie und Volksherrschaft unterscheidet, kann er unter Demokratie nur die Herrschaft einer politischen Elite verstehen, die zwar vom Volk gewählt ist, aber sich selbst ermächtigt, eigene Ziele zu verfolgen, zum Beispiel eine Weltregierung. 

Habeck ist nicht der einzige mit der Vision einer Weltregierung. Sie ist die Vision aller Globalisierer. Zur Vorbereitung einer Weltregierung treffen sich auf Asia-Europe-Meetings seit 1996 Regierungschefs und Minister regelmäßig zur Festlegung einer Agenda, die auch die Themen Einwanderung und „Global Gouver­nance“ umfasst. Kanzlerin Angela Merkel gehört selbstverständlich in die erste Linie der Visionäre mit dieser Zielsetzung. Sie erklärte bereits am 16. Juni 2005 auf der Festveranstaltung „60 Jahre CDU“, dass Deutschland kein Grundrecht auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit habe.

Dieter Bliesener, Hamburg






Japaner verehren Siebold

Zu: Ein Deutscher war Wegbereiter der Japanologie (Nr. 5)

Vielen Dank für den informativen Bericht über Philip Franz von Siebold, den Begründer der Japanologie in Deutschland.

Eine wesentliche Ergänzung erscheint mir notwendig: Es gibt in seiner Geburtsstadt Würzburg ein schönes Siebold-Museum. Die Wege dorthin sind mit zweisprachigen Hinweisschildern ausgestattet, da oft japanische Delegationen Würzburg besuchen, um die Heimat des berühmten Japanforschers Siebold kennenzulernen. Umgekehrt wird dem Besucher des Museums die japanische Kultur nähergebracht und man erfährt zum Beispiel, wie ein Kimono gefaltet wird, welche Pflanzen die Flora Japans bestimmen und welche Rolle die Siebolds als Medizinerdynastie in Würzburg gespielt haben.

Den Namen Siebold kennt in Japan jedes Schulkind, und ein reger Kulturaustausch führt die Pionierarbeit Siebolds fort. Es wäre zu wünschen, dass neben der Namensgebung für ein Würzburger Gymnasium die Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten wie Philip Franz von Siebold erhalten bleibt und die Traditionen zum besseren Verständnis auch ferner Völker gepflegt werden. 

Dr. med. Bernhard Sturn, Kitzingen






Ausgetriebenes Heimatgefühl

Zu: Eine Nation ohne Selbst-Bewusstsein (Nr. 4)

Es ist für uns Deutsche kein Wunder, dass sich nach Jahrzehnten der deutschen Teilung des Vaterlandes und den Verbrechen der NS-Herrschaft kein Selbstbewusstsein entwickeln konnte. In Frankreich, Polen, Großbritannien und den meisten europäischen Staaten konnte sich dagegen ein gesundes Nationalbewusstsein entwickeln. Wir sind noch nicht einmal ein einig Vaterland, und das Heimatgefühl wird uns auch zunehmend ausgetrieben. Dichter wie Heinrich Heine, Friedrich Schiller, aber auch J. W. von Goethe waren im besten Sinne Deutsche und gehören zur Nationalkultur. Die barbarische NS-Zeit machte einen Verbleib in Deutschland unmöglich. Ich denke dabei an Heinrich und Thomas Mann, Kurt Tucholsky oder die Architekten des Bauhauses. 30 Jahre nach der „Wiedervereinigung“ Deutschlands sind noch immer viele Hausaufgaben zu machen.

Wolfgang Hornuff






Schluss mit Virenlaboren!

Zu: Kommt das Coronavirus aus dem Labor? (Nr. 4)

Nach der Lektüre des Artikels scheint es so zu sein, dass das Coronavirus in einem Hochsicherheitslabor in der Stadt Wuhan in China künstlich erzeugt worden ist und wahrscheinlich aus Unachtsamkeit in die Umwelt gelangt ist. Führende Virologen nehmen dagegen einen natürlichen Ursprung des Virus an. Was soll man als Laie glauben? Aber unabhängig vom Ursprung des Coronavirus finde ich es gruselig, dass es überhaupt Hochsicherheitslabore gibt, in denen an Viren geforscht und künstliche erzeugt werden, vor denen die Umwelt mit Hochsicherheitstechnik geschützt werden muss. Ein solches Hochsicherheitslabor gibt es auch in Deutschland auf der Ostseeinsel Riems. Der Nutzen solcher Labore kann doch nicht größer sein als der Schaden, der durch aus solchen Laboren entwichene „Killerviren“ entstehen kann und wahrscheinlich zurzeit entsteht. Ich finde, solche Hochsicherheitslabore müssen schnellstens streng verboten werden und die Einhaltung dieses Verbotes scharf kontrolliert werden.

Gerhard Wagner, Ratingen






Unfertiges Corona-Puzzle

Zu: Wenn Unzufriedenheit auf Starrsinn trifft (Nr. 4)

Wie und was bei Umfragen gefragt wird, spielt eine große Rolle. Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die sich nicht trauen, ihre wirkliche Meinung zu sagen. Es ist hier ähnlich wie bei kritischen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik. 

Die desaströse Impfpolitik ist ein wesentlicher Punkt zum Stimmungsumschwung. Aber die gesamte Corona-Politik ist zwischenzeitlich zu einem riesigen Puzzle herangewachsen. Nur mit dem Unterschied, dass die Puzzleteile nicht mehr sinnvoll zusammengefügt werden können. Es muss bezweifelt werden, dass wirklich noch einer einen Plan hat. 

Dennoch loben große Teile der Gesellschaft die Regierung, weil diese viel „Corona-Geld“ zur Unterstützung ausgegeben hat. Vieles ist aber noch immer nicht da angekommen, wo es sein sollte. Da, wo bereits Gelder geflossen sind, muss man Zweifel haben, ob man sich über die Sinnhaftigkeit Gedanken gemacht hat. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat geäußert, dass es keine Steuererhöhungen geben wird, und notfalls müsse man eben Tafelsilber verkaufen. Die möglichen Käufer dürften unschwer zu ermitteln sein.

Heinz-Peter Kröske, Hameln