29.01.2022

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26.02.21 / Kolumne / Angstmacher

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 08-21 vom 26. Februar 2021

Kolumne
Angstmacher
Vera Lengsfeld

Seit einem Jahr werden wir bundesweit mit Corona-Schreckenszahlen bombardiert. So natürlich auch in der Berliner Lokalpresse. Die Meldung einer bekannten Zeitung lautete vor Kurzem: „Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in Berlin nachweislich 126.825 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 2727 Menschen sind bislang in Berlin mit oder an Covid-19 gestorben. 118.433 Patienten gelten inzwischen als genesen. 5665 Menschen sind aktuell in Berlin mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Berlin bei 54,9.“

Diese absoluten Zahlen verbreiten Angst und Schrecken, weil sie nicht ins Verhältnis gesetzt sind und die wenigsten Berliner sie selbst einordnen. Würde die Berichterstattung ergänzt um einen prozentualen Bezug, würde sich vermutlich eine gewisse Gelassenheit und versachlichte Sichtweise verbreiten, allerdings auch berechtigte Fragen nach Sinn, Zweck und Umfang bisheriger Maßnahmen aufwerfen. Der Berliner Bürgerrechtler Wolfgang Holzapfel hat das auf seinem Blog „Hohenecker Bote“ getan. Eine seriöse Berichterstattung müsste so aussehen:

„In Berlin sind aktuell im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (3,769 Millionen ) der Stadt 0,15 Prozent (in Zahlen 5665) der Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich in Berlin bisher 3,36 Prozent (126.825) der Einwohner mit dem Coronavirus infiziert; aber immerhin gelten 118.433 von 126.825 Patienten, also 93,38 Prozent, inzwischen als genesen. Dagegen sind 0,07 Prozent (2727) aller Einwohner Berlins bislang ,mit oder an‘ Covid-19 gestorben. Die tatsächliche Ursache des jeweils erfassten Todes ist nicht verifizierbar, weil die Toten meist nicht obduziert, sondern nur statistisch erfasst wurden.“ 

Mithin sind die Corona-Zahlen in Berlin entgegen der öffentlichen Darstellungen alles andere als dramatisch.