25.01.2022

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19.03.21 / Gläser / Ewig haltbar / Brandenburgisches Glas für digitales Museum erfasst

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-21 vom 19. März 2021

Gläser
Ewig haltbar
Brandenburgisches Glas für digitales Museum erfasst
H. Tews

Seit 2018 wird Brandenburgisches Glas digital halt- und sichtbar gemacht. Das Digitalisierungsprojekt „Brandenburgisches Glas. Produktionsvielfalt vom 16. bis 18. Jahrhundert“, das die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) gemeinsam mit dem Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte betreibt, dokumentiert und klassifiziert alle in den kurfürstlichen und königlichen Glashütten entstandenen brandenburgischen Glasprodukte aus der Zeit vor 1800, die in öffentlichen und privaten Sammlungen überdauert haben. 

Als Neuzugänge verzeichnete man vergangenes Jahr 260 historische Glasobjekte, die in der Mehrzahl bislang unveröffentlicht waren. So ist jetzt die brandenburgische Glassammlung der Stiftung Stadtmuseum Berlin in Gänze sichtbar, hinzu kommen Glasfunde vom Standort des Kunckelschen Laboratoriums auf der Pfaueninsel – die von der SPSG als Dauerleihgabe des Museums für Vor- und Frühgeschichte Berlin verwahrt werden – sowie Glasobjekte im Stadtmuseum Brandenburg an der Havel, im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte, im Stadtmuseum Schwedt/Oder und in den Kreismuseen Alte Bischofburg in Wittstock/Dosse.

Unter den neu eingepflegten Gläsern sind einige bemerkenswerte Objekte zu nennen: Darunter etwa ein für verschollen gehaltenes Vivatglas auf Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg mit dem feingeschnittenen Kurzepter im Potsdam Museum, eine der ältesten Glasmarken aus Grimnitz von 1729 sowie Glasperlen, sogenannte „Corallen“, die als Tauschware im brandenburgischen Versklavungshandel dienten. Überdies machte erst ein Ortstermin deutlich, dass Wittstock die größte museale Glasmarkensammlung Deutschlands besitzt.

Die digitalisierten Gläser sind auf dem Internetportal „museum-digital“ für jedermann frei zugänglich und ausführlich beschrieben (www.museum-digital.de). Auf der Plattform sind gegenwärtig bislang über eine halbe Million Objekte aus knapp 3500 Sammlungen und über 700 Museen, die über das ganze Bundesgebiet verteilt sind, für die Ewigkeit digital konserviert.