18.01.2022

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19.03.21 / Für Sie gelesen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-21 vom 19. März 2021

Für Sie gelesen

Von Antiochia bis Auriol

Spezialkommandos sind ein wesentliches Element der modernen Kriegführung. Allerdings kamen kleine Trupps entschlossener Männer auch schon in früheren Konflikten zum Einsatz. Das gilt sogar für das Mittelalter, wie der israelische Historiker Yuval Noah Harari in seinem spannenden Buch „Fürsten im Fadenkreuz“ zeigt. Militärische Entscheidungen wurden in der Epoche der Ritter nicht nur in offenen Feldschlachten erzwungen, sondern ebenso durch gezielte Attentate, Entführungen, Sabotageaktionen oder die konspirative Gewinnung von Verrätern.

Aufgrund seiner profunden Kenntnis der zeitgenössischen Quellen kann Harari über weite Strecken wissenschaftliches Neuland betreten und allerlei spektakuläre Aktionen von Spezialkommandos zur Zeit der Kreuzzüge und der innereuropäischen Konflikte bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts rekonstruieren. Dabei konzentriert er sich besonders auf die Motivation und die strategischen Ziele der Protagonisten. Die Darstellung beginnt mit der Schilderung der Einnahme der seldschukischen Festung Antiochia durch die Kreuzfahrer unter Bohemund von Tarent am 2. Juni 1098 und endet mit der Beschreibung der Zerstörung der Getreidemühle von Auriol am 20. August 1536, die den Feldzug von Kaiser Karl V. gegen Frankreich zum Fiasko geraten ließ.Wolfgang Kaufmann

Yuval Noah Harari: „Fürsten im Fadenkreuz. Geheimoperationen im Zeitalter der Ritter“, C.H. Beck Verlag, München 2020, gebunden, 347 Seiten, 26,95 Euro





Helfer fürs Homeoffice

Wenn eine Branche von der Corona-Pandemie profitiert hat, dann ist es die der Onlinedienste. Zu den Gewinnern zählt die Anwendung „Zoom“ des Technologiegiganten Microsoft. Hatte das Programm schon im Dezember 2019 täglich zehn Millionen Nutzer, so wuchs die Zahl bis Ende März 2020 auf 200 Millionen Anwender am Tag.

Es handelt sich um eine leicht erlernbare und benutzerfreundliche Software für Videokonferenzen, die der amerikanische IT-Experte Phil Simon in „Zoom für dummies“ erklärt. Dabei geht er auf die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten für virtuelle Treffen, Unterhaltungen, Telefonieren, Online-Kurse sowie den Einsatz in Unternehmen ein. Grundsätzlich kann jeder Zoom nutzen. Es gibt eine kostenlose Version sowie diverse Abo-Modelle. Den gesamten Nutzungsumfang erhalten entsprechend nur Anwender mit einem Voll-Abo.

Simon geht auch auf Sicherheitslücken von Zoom ein, an deren Behebung Microsoft mit Hochdruck arbeite. Das Buch ist ein nützlicher Ratgeber für Neulinge und Fortgeschrittene. MRK

Phil Simon: „Zoom für dummies“, Wiley-VCH GmbH, Weinheim 2021, broschiert, 315 Seiten, 20 Euro