18.01.2022

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19.03.21 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 11-21 vom 19. März 2021

Stimmen zur Zeit

Der Berliner Strafrichter Pieter Schleiter hat privat Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Maßnahmen eingereicht. Der „Welt“ (12. März) erklärt er, warum:

„Es gibt eben nicht das Supergrundrecht Leben. Es muss eine Güterabwägung stattfinden bei widerstreitenden Grundrechtsinteressen. Ich möchte meine Familie sehen, ich möchte mein Geschäft öffnen – auch das sind Grundrechte. Die Frage, ob eine Maßnahme verfassungsmäßig ist, kann man nicht einseitig an ein oder zwei Grundrechten festmachen.“





Ein erfahrener Polizist aus Nordrhein-Westfalen schilderte gegenüber der „Bild“-Zeitung (15. März) seine Eindrücke von der Anti-Lockdown-Demo in Dresden vergangenes Wochenende:

„Die Demonstranten sind zu 80 Prozent ganz normale Menschen, die du morgens beim Bäcker triffst, mit denen du im Urlaub sogar auch ein Bier trinken würdest ... Da entwickelt sich eine Situation, die einem Pulverfass gleicht. Da stehen in Dresden Rentnerinnen und Familien mit Kindern vor mir, die plötzlich auf uns einschlagen. Mit Tränen der Verzweiflung im Gesicht.“





In der „Neuen Zürcher Zeitung“ (12. März) ergreift Chefredakteur Eric Gujer im SPD-internen Streit um „Identitätspolitik“ Partei für Wolfgang Thierse (siehe PAZ 10/2021):

„Der traditionelle Linke Thierse verteidigt die Errungenschaften der Moderne, des Liberalismus und des Individualismus gegen eine Haltung, die sich für noch linker und progressiver hält. In Wirklichkeit aber ist sie antimodern und ziemlich reaktionär.“





Der schwarze Linguistik-Professor an der New Yorker Columbia-Universität John Whorter nennt Ideologien wie die der angeblich antirassistischen „Woke“-Bewegung eine Droge der Intellektuellen und warnt im „Spiegel“ (13. März) vor den Folgen:

„Vor allem stecken die Weißen in einer Zwickmühle: Was sie auch machen, es ist falsch ... Wenn Weiße sich aus schwarzen Wohnvierteln zurückziehen, wird das als ,White Flight‘ (Weiße Flucht) gegeißelt. Wenn Weiße in schwarze Wohnviertel ziehen, heißt es, sie trügen zur Gentrifizierung bei. Mit einer Bewegung, die derart widersprüchlich ist, kann etwas nicht stimmen. Sie ist so damit beschäftigt, den Rassismus der Weißen bloßzustellen, dass die Logik dabei völlig auf der Strecke bleibt.“





Wort der Woche

„Wer sie im Parlament mit Annalena Baerbock ,hyggen‘ sieht (wie man das in Dänemark sagt), ist sich nicht einmal sicher, wem die Kanzlerin am 26. September ihre Stimme gibt.“

Ulf Poschardt, „Welt“-Chefredakteur, sieht die CDU unter der Kanzlerin zugrundegegen und fordert am 16. März: „Merkel muss gehen“