20.05.2024

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Folge 12-21 vom 26. März 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12/21 vom 26. März 2021

Meldungen

Weniger Pflegekräfte

Berlin – Auf eine entsprechende Anfrage der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitgeteilt, dass die Zahl der Beschäftigten in der Pflege zwischen Anfang April und Ende Juli 2020 um 5124 in den Krankenhäusern und um 3885 im Bereich der Altenpflege zurückgegangen sei. Bei rund 1,8 Millionen Beschäftigten in der Pflegebranche bedeutet das einen Schwund von etwa 0,5 Prozent. Darüber, inwieweit der Rückgang während der Corona-Pandemie auf die in vielen Krankenhäusern verordnete Kurzarbeit oder Maßnahmen zum Stellenabbau zurückgeht, enthält die BA-Statistik keine Informationen. Die pflegepolitische Sprecherin der Linken im Parlament, Pia Zimmermann, erklärt den Schwund mit einer chronischen Überlastung der Pflegekräfte bei gleichzeitig schlechter Entlohnung.W.K.





Sputnik V bald aus Bayern?

Illertissen – R-Pharm, das Unternehmen des russischen Milliardärs Alexej Repik, verfügt über eine Produktionsanlage in Bayern, in der bald Sputnik V hergestellt werden könnte. Für die Produktion des russischen Impfstoffs auf deutschem Boden haben sich sowohl das bayrische Gesundheitsministerium als auch Ministerpräsident Markus Söder ausgesprochen. Repik hat gute Kontakte zum Kreml. Er gehört dem Wirtschaftsbeirat von Präsident Wladimir Putin an. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 hat sich R-Pharm zu einem der wichtigsten Pharma-Unternehmen Russlands entwickelt. Der Konzern konnte seinen Umsatz auf eine Milliarde Euro steigern. Das deutsche Werk soll künftig eine wichtige Rolle innerhalb des Unternehmens spielen. Ob in Illertissen jedoch Sputnik V hergestellt werden kann, hängt nicht nur von der EU-Zulassung ab, sondern auch vom Ausbau der Produktionsstätte. Für die Herstellung des Vektorimpfstoffs sind spezielle Bioreaktoren notwendig, in deren Bau R-Pharm 30 Millionen Euro investieren will.MRK 





Konkurrenz der Warn-Apps

Berlin – 60 von 375 Gesundheitsämtern nutzen die App „Luca“, mit der sich Gäste digital in Restaurants oder Cafés registrieren können. Bekannt wurde sie durch den Rapper „Smudo“ von den Fantastischen Vier. Die App erzeugt per QR-Code einen digitalen Fingerabdruck, hinter dem Nutzer anonym persönliche Daten wie Namen und Handynummer hinterlegen können. Mit dem QR-Code können Gäste sich im Restaurant anmelden. Zettel zur Kontaktverfolgung werden überflüssig. Die App könnte auch Perspektiven für den Tourismus oder Konzerte bieten. Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben bereits Lizenzen von Luca erworben. Nun soll auch die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ein „Check-in-System“ erhalten. Kanzleramtschef Helge Braun warnte vor uneinheitlichen Systemen und solchen von Drittanbietern. Die Weiterentwicklung der offiziellen Warn-App soll allerdings erst „zeitnah“ nach Ostern erfolgen. MRK