15.08.2022

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Folge 12-21 vom 26. März 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 12/21 vom 26. März 2021

Meldungen

Konten: Kreml schlägt zurück

Moskau – Die Commerzbank hat dem russischen Auslandsfernsehsender RT (Russia Today) die Konten gekündigt. Andere deutsche Banken haben es abgelehnt, für den Sender neue Konten zu eröffnen. Russland hat nun reagiert. „Wir rufen Berlin mit vollem Ernst dazu auf, ein normales Funktionieren von RT zu gewährleisten“, so Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, „im anderen Fall sehen wir uns gezwungen, harte Gegenmaßnahmen für die in Russland arbeitenden deutschen Medien zu ergreifen.“ In Russland wird das Agieren der Commerzbank im Zusammenhang mit den Plänen von RT DE zum Aufbau eines vollwertigen Fernsehsenders in Deutschland gesehen. Obwohl die Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH der größte Einzelaktionär der Commerzbank ist, meinte Regierungssprecher Steffen Seibert zur Kontokündigung: „Mein Kommentar dazu ist: Kein Kommentar.“ Das sei nichts, was die Bundesregierung betreffe.F.B.





Chinesen sterben aus 

Peking – In China ticke eine gigantische „Unterbevölkerungsbombe“, schrieb die „South China Morning Post“ kürzlich unter Verweis auf das Ministerium für öffentliche Sicherheit. Ihr zufolge ist die Zahl der Geburten im Reich der Mitte 2020 auf einen historischen Tiefststand von lediglich noch zehn Millionen gefallen. Das sind 15 Prozent weniger als 2019. Dabei resultiert dieser Einbruch nicht nur aus der Corona-Pandemie, denn der Trend zu weniger Nachwuchs zeigt sich schon mehrere Jahre, obwohl 2016 die bisherige Ein-Kind-Regelung aufgehoben wurde. Nun befürchten Demographen, dass die Zahl der Einwohner von derzeit 1,4 Milliarden bis zum Jahre 2100 auf 730 Millionen sinken könne. Das veranlasste die „New York Times“ zu der Frage: Was werde das wohl für Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben, wenn es immer weniger Menschen und damit Arbeitskräfte in China gebe?W.K.





Zensur in der Wissenschaft

Erlangen – Am Institut für Politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wird seit einigen Jahren der Academic Freedom Index (Afi) erhoben, welcher darüber Auskunft gibt, wie es um die Wissenschaftsfreiheit in der Welt bestellt sei. Für den aktuellen Afi befragten die Forscher 2000 Wissenschaftler aus 175 Staaten. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Einschränkungen in den Bereichen Institutionelle Autonomie und Campus-Integrität, Freiheit von Forschung, Lehre und Wissenschaftskommunikation sowie „kulturelle Ausdrucksfreiheit“ 2020 in erheblichem Maße zugenommen hätten. So zum Beispiel durch mehr digitale Überwachung oder auch Selbstzensur im Zuge der Corona-Pandemie. Allerdings gelte dies nicht für Länder wie Deutschland oder Österreich. Hier könnten sich die Wissenschaftler noch ganz ohne Probleme zu politischen Fragen äußern.W.K.