18.01.2022

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Folge 13-21 vom 01. April 2021 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 13-21 vom 01. April 2021

Leserforum

Wie stimmten Briefwähler?

Zu: Das linke Lager hat keine Mehrheit (Nr. 11)

Sie berichten zwar über die Wahlausgänge in beiden Bundesländern, das Wichtigste fehlt aber.

Zugegeben, es ist Jahre her, dass ich mehrfach Briefwahlstimmen ausgezählt und in einem Wahlvorstand gesessen habe, und es mag Unterschiede zwischen Bundesländern geben, aber damals wurden die Briefwahlkreise als eigene Wahllokale geführt und zumindest auf kommunaler Ebene bei den Ergebnissen einzeln ausgewiesen.

Es mag eine ungeheure Kärrnerarbeit sein, das alles auf Landesebene zusammenzusuchen, aber genau das ist es, was ich von einer politischen Wochenzeitung zum Preis der jährlichen „Demokratieabgabe“ verlange und erwarte.

Ich warte für beide Länder immer noch auf eine Gegenüberstellung der Ergebnisse für Briefwahl und für persönliche Stimmabgabe. Das wäre weit wichtiger als der Vergleich einzelner Städte und Kreise. Wo bleibt Ihr Bericht über den entscheidenden Teil der Wahlausgänge?

Axel Berger, Köln






Habecks Dreiklang

Zu: Vergleich mit Influenza (Nr. 10)

Der Artikel passt zum Handeln der Regierenden, nämlich einfach ignorieren und weitermachen mit Angst und Panik. Das Robert-Koch-Institut mit seinem Tierarzt Lothar Wieler an der Spitze sieht ein dramatisches Osterfest kommen – na, fein. Was war auch anderes zu erwarten? Testen, testen – wie sollen die Zahlen bei den meist falschen Ergebnissen je zurückgehen? Außerdem ist dieses Feld äußerst lukrativ.  

Testen, impfen und die neue Luca-CoronaApp – der Dreiklang von Robert Habeck. Wie lange werden wir stillhalten? 

Manfred und Gisela Löffelmacher, Flensburg 






„an“ oder „mit“ gestorben?

Zu: COVID-19 und der Tod (Nr. 9)

Ich höre da immer wieder und muss mich ständig wundern: Ein Mensch ist „an“ und „mit“ Corona gestorben (Stand bis dato, zirka 60.000 „an/mit“ verstorbene Menschen). Was soll denn das nun wirklich heißen? Menschen sterben „an“ Covid-19: Damit könnte wohl gemeint sein, unmittelbar nur an Covid-19 verstorben, ohne Vorerkrankungen (wer’s glaubt, wird selig). Menschen sterben „mit“ Covid-19: Damit könnte wohl gemeint sein, „mit Vorerkrankung“ gestorben, aber auch hier lässt sich abschließend nicht nachweisen, was die tatsächliche Todesursache ist.

Das lokal zuständige Gesundheitsamt darf aber eigenständig entscheiden, ob jemand „an“ oder „mit“ Covid-19 gestorben ist, dabei spielt wiederum der Arzt die entscheidende Rolle, der bescheinigt hat, dass dieser „Jemand“ an Covid-19 verstorben sein soll. Das alles findet natürlich ohne eine Obduktion statt. Der Arzt teilt seine „Meinung“ dem Gesundheitsamt ganz hurtig mit und weiter geht es damit zum RKI nach Berlin. Daumen nach oben heißt dann „an“, Daumen nach unten heißt dann „mit“ dem Coronavirus verstorben, heißt es dann aus dem Gesundheitsamt.

Egal, ob „an“ oder „mit“ Corona verstorben: Die RKI-Statistik umfasst nur Fälle, in denen der Verstorbene irgendwie und -wann einmal mit dem Coronavirus infiziert worden ist. Das beziehungsweise die Grundleiden zählen dabei nicht die Bohne. In Deutschland gibt es bereits einen Totensonntag, da wird den Verstorbenen gedacht, damit sollte es doch wohl „gut“ sein. 

Riggi Schwarz, Büchenbach






Spiel der Hände

Zu: Ende einer Partnerschaft (Nr. 11) 

Da wäscht ständig eine Hand die andere, jeder will seine Hand mit im Spiel haben, aber alle sind bemüht, ihre Hände ständig in Unschuld zu waschen. Die Finger will sich keiner verbrennen, und seine Hand für jemanden, falls es doch brenzlig werden sollte, ins Feuer zu legen? Nein, danke! Trotzdem legt keiner seine Hände in den Schoß, denn wer sich seine Hände nicht schmutzig macht, der ist nicht dabei und steht am Ende mit leeren Händen da.

Klaus P. Jaworek, Büchenbach






pure Verzweiflung spricht

Zu: Glaubwürdigkeit der Regierung schwer erschüttert (Nr. 6)

Unabhängig von diesem Geheimpapier ist die Glaubwürdigkeit der Regierung schon seit einiger Zeit schwer erschüttert. Dazu bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten. Hierzu muss man lediglich viele Informationen sammeln. Da reicht es eben nicht, sich an staatliche Medien zu halten oder an staatlich beeinflusste. 

In Deutschland wird versucht, allmählich die Menschen zu Marionetten zu erziehen. Meinungsvielfalt ist nicht gefragt. Demokratie ade und „1984“ willkommen. Corona kam gerade recht. Schon lange gibt es in Deutschland Kräfte, für die Demokratie ein Fehler ist. Obwohl sehr viele von ihnen von dieser verhassten Demokratie profitieren und profitiert haben. 

Politiker und Parteien greifen, wir haben ja schließlich Corona, rücksichtslos in die Rechte der Bürger ein mit dem Hinweis, dass alles nur zu ihrem Wohl geschieht. Die Politik und in ihrem Schlepptau auch einige Mediziner sind wirklich davon überzeugt, dass ein Lockdown bis zum „Abwinken“ richtig ist. Sie sind davon überzeugt, dass ohne Lockdown unsere Medizin kollabieren wird. Aber es ist sicher, dass die körperlichen und seelischen Probleme, die langfristig damit verbunden sind, mindestens genauso schwerwiegend sein werden. 

Die „Verantwortlichen“ haben den Lockdown nicht mit Augenmaß beschlossen. Es wurden Baumärkte geschlossen, aber es war möglich, in jedem Discounter Artikel wie Schrauben, Steckdosen und Leuchtmittel zu kaufen. Man kann weiter Textilien und Bettwäsche beim Discounter kaufen. Aber das Fachgeschäft kann dieses nur unter teilweise beträchtlichem Aufwand betreiben. Die Kneipe um die Ecke ist geschlossen, aber in jedem Discounter und Getränkemarkt kann man Alkohol ohne Ende kaufen. Jetzt sind die Friseurgeschäfte wieder geöffnet, dagegen ist nichts zu sagen. Aber warum kein Nagel- oder Kosmetikstudio? 

Es waren nicht in erster Linie die netten Cafés und Hotels, die schönen Restaurants und die urigen Kneipen, nicht die Schulen und Kindergärten, Fußpflegestudios und Baumärkte verantwortlich für die Ausbreitung von Corona. Sie haben viel Geld für die Einhaltung der Hygiene-Richtlinen ausgegeben. Umsonst! Einen wesentlichen Anteil an der Ausbreitung von Corona hatten viele Diskotheken in den Sommermonaten 2020, Partys und Veranstaltungen von Großfamilien mit 200, 300 und mehr Personen. Auch für die Urlaubsreisen 2020 ins Ausland wären stärkere Auflagen sicherlich angebracht gewesen. Da gibt es Sportarten, die zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, aber ansonsten? Diese Aufzählung könnte Seiten füllen. Die Begründungen (die sich ständig ändern) zum Lockdown sind keine. Es spricht pure Verzweiflung.

Die Glaubwürdigkeit muss aber auch auf Länderebene oft angezweifelt werden. Wenn ein Bundesland feststellt, dass sie sehr wenig infizierte Einwohner haben und den Lockdown in größerem Umfang lockern, kann das möglicherweise völlig falsch sein. Was ist, wenn das Nachbarbundesland stark infiziert ist und diese Einwohner verstärkt Angebote des Nachbarn wahrnehmen? Diese Vorgehensweise gibt es auch auf Landkreisebene. Ob das Virus wohl erkennt, dass sein Träger in ein anderes Bundesland oder in einen anderen Landkreis wechselt?

Hinsichtlich der Impfpolitik ist festzustellen, dass nicht nur die deutsche Regierung große Fehler gemacht hat, sondern mindestens genau so große auch die so hoch gelobte EU. 

Heinz-Peter Kröske, Hamel