17.01.2022

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Folge 15-21 vom 16. April 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 15-21 vom 16. April 2021

Meldungen

Grüner gegen Soko Linx

Dresden ­– Die politisch motivierte Kriminalität in Sachsen wird immer gewalttätiger – und forderte im letzten Jahr sogar ein Todesopfer. Daneben führt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zwei politisch inspirierte Tötungsversuche auf. Bereits im November 2019 wurde deshalb beim Landeskriminalamt des Freistaats eigens eine „Soko Linx“ gegründet, um die Ermittlungen nach Tätern zu forcieren. Kürzlich wurde der Vorsitzende der NPD-Jugendorganisation Junge Nationalisten Paul Rzehaczek in seiner Wohnung überfallen. Ein Soko-Sprecher sprach von einem Mordversuch. Ihr Chef Dirk Münster hat als Bereitschaftspolizist in den 90er Jahren besetzte Häuser in Connewitz geräumt. Er bezeichnet die linke Szene als „zunehmend gewaltbereit und intellektuell“. Damit macht er sich nicht nur Freunde. Der Leipziger Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek fordert die Auflösung der Soko. Der Rechtsanwalt gilt als Verbindungsfigur zur militanten Szene. Für ihn wird das Problem überbewertet. Es gehe lediglich darum „die Zivilgesellschaft“ mundtot zu machen.P.E.





Tod durch Passivität

Baton Rouge – Während die Zahl der in den letzten zwölf Monaten „an oder mit“ Corona Gestorbenen weltweit bei rund 2,8 Millionen liegt, forderten Tabakkonsum und Übergewicht doppelt so viele Opfer. Als einen weiteren „globalen Killer“ haben Peter Katzmarzyk vom Pennington Biomedical Research Center in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Louisiana, Baton Rouge, und dessen Kollegen den Bewegungsmangel entlarvt. Wie die Wissenschaftler im „British Journal of Sports Medicine“ berichten, sterben pro Jahr etwa vier Millionen Menschen, weil sie sich zu wenig bewegen. Das sind acht Prozent aller Todesfälle weltweit. Dies ergab eine Analyse von Gesundheitsdaten aus 168 Ländern. Der Anteil der körperlich Passiven hat sich zwischen 2001 und der Ausrufung der Corona-Pandemie mehr als verdoppelt. Ungeklärt ist noch, inwieweit der Bewegungsmangel infolge der zahllosen Lockdowns seit Anfang 2020 die Mortalität beeinflusst.W.K.





Kirchensteuern brechen ein

Berlin – Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben vergangenes Jahr 800 Millionen Euro weniger an Kirchensteuern eingenommen. Insbesondere die Corona-Seuche hat die Kirchensteuerzahlungen einbrechen lassen. Auch ist die Zahl der Kirchenmitglieder in den vergangenen zwei Jahrzehnten von etwa 53 auf 43 Millionen gesunken. Dabei gab es verhältnismäßig wenige Austritte in den mitteldeutschen Flächenländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen. Dort sind die kirchlich gebundenen Menschen ohnehin dünn gesät. Das Institut für Wirtschaft (IW) empfiehlt den Kirchen, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und sinkender Mitgliederzahlen ihre Ausgaben kritisch zu überprüfen.F.B.