17.01.2022

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Folge 16-21 vom 23. April 2021 / Immigration / Amerikas unheimliche „Balkanroute“ / Moslems haben Einfallstor in die USA gefunden – Drogenkartelle und Schleuserbanden mit im Geschäft

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16-21 vom 23. April 2021

Immigration
Amerikas unheimliche „Balkanroute“
Moslems haben Einfallstor in die USA gefunden – Drogenkartelle und Schleuserbanden mit im Geschäft
Bodo Bost

Im Februar hatten US-Grenzbeamte an der Grenze zu Mexiko eine Gruppe von elf Iranern festgenommen, die in den USA mit gefälschten Ausweisen Asyl beantragen wollten. Als im März bekannt wurde, dass zwei Jemeniten den US-Behörden ins Netz gegangen waren, die auf einer Beobachtungsliste für Terroristen standen und illegal die Grenze zur USA überquert hatten, schlugen einige Republikaner Alarm. Allzu frisch sind noch die Erinnerungen an die Terroristen des 11. September 2001. Auch von diesen waren einige über Lateinamerika eingereist. 

Das Einfallstor nach Südamerika ist für Asylsucher und Moslems aus dem Nahen Osten Ecuador, das als einziges Land des Kontinents immer noch keine Visa für die Bürger aus dem Mittleren und Nahen Osten verlangt. Auch die in Kalifornien aufgegriffenen elf Iraner kamen über Ecuador nach Südamerika.

In Südamerika ist Ecuador auch das Land mit der stärksten arabischen Einwanderung. Bereits drei Araber, Julio Teodoro Salem 1944, Abdalá Bucaram von 1996 bis 1997 und Jamil Mahuad von 1998 bis 2000 haben es als Präsidenten ins höchste Staatsamt geschafft. Von Ecuador aus besorgen Schleuser den Transport über die zumeist wenig kontrollierten südamerikanischen Landgrenzen.

Fruchtbarer Boden für Muslime

Bereits nach dem 11. September 2001 warfen die USA einen besorgten Blick auf ihre Landgrenze mit Mexiko. Sicherheitsbeamte befürchteten seit Langem, dass die Terrororganisation al-Qaida und der Islamische Staat (IS) ihre Aufmerksamkeit auf die poröse Südgrenze der USA richten könnten. Lateinamerika bietet terroristischen Netzwerken vielversprechende Wege: eine lange, ungeordnete Grenze, korrupte Beamte und gut organisierte Schmugglerringe. 

Die grassierende Bestechlichkeit von Beamten macht es leicht, gefälschte Reisedokumente zu erhalten. Lateinamerikanische Guerillagruppen wie die FARC in Kolumbien, die Sandinisten in Nicaragua oder auch die Frente Farabundo Marti in El Salvador hatten beste Beziehungen zu palästinensischen Bewegungen. US-Terrorismusbekämpfungsexperten sind überzeugt, dass „Schläferzellen“ unter den sieben Millionen Muslimen Lateinamerikas eingepflanzt worden sind.

Besonders stark ist die islamische Präsenz in der Karibik, in Surinam, Guyana sowie Trinidad und Tobago. In letzterem Staat, einer ehemaligen britischen Kolonie, hatte der Saudi-Araber Adnan al-Shukrijumah zu Beginn des Jahrtausends sogar versucht, ein Kalifat auszurufen. 

Drogenkartelle als Verbündete

Seit dem Aufkommen des IS in der Mitte der 2010er Jahre gab es auch unter der Latino-Bevölkerung in den USA, ebenso wie Jahrzehnte zuvor unter den Afroamerikanern, eine Konversionswelle zum Islam. Die US-Behörden haben sogar einen eigenen Schleuserring für Menschen aus dem Nahen Osten in die USA ausgemacht. Der „Abdullah-Ring“ hat sich darauf spezialisiert, Personen aus dem Nahen Osten nach Südamerika zu bringen und über die mexikanische Grenze zu schmuggeln. Die besten Verbündeten der radikalen Moslems in Mittelamerika sind die Drogenkartelle, die mit dem Menschenschmuggel von Moslems eine zusätzliche Einnahmequelle entdeckt haben. 

Dazu zählen auch Araber. Der bekannteste arabische Drogenbaron ist der ehemalige venezolanische Vizepräsident Tareck El Assaimi, ein Druse aus Syrien, der auf der US-Drogen- und Terrorfahndungsliste ganz oben steht. El Assaimi, der mittlerweile Handels- und Erdölminister Venezuelas ist, soll jahrelang ein Netzwerk unterhalten haben, das venezolanische Pässe an Immigrations- und Terroraspiranten aus dem Nahen Osten vergeben hat.