18.01.2022

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Folge 16-21 vom 23. April 2021 / Sozialprojekte / Spendenaufruf für die Bruderhilfe

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16-21 vom 23. April 2021

Sozialprojekte
Spendenaufruf für die Bruderhilfe
Stephan Grigat

Liebe Leser der Preußischen 

Allgemeinen Zeitung, liebe Lands­leute und Freunde Ostpreußens,

seit über einem Jahr hat die weltweite Corona-Pandemie die Menschheit fest im Griff. Noch immer sind die sozialen Kontakte weitgehend eingeschränkt und das zwischenmenschliche Miteinander von größter Vorsicht geprägt. Der Weg bis zum Ende dieser Ausnahmesituation ist noch weit und steinig. Mit einer beträchtlichen Kraftanstrengung wird er aber am Ende von uns allen gemeinsam bewältigt werden können. 

Auch die deutschen Landsleute im dreigeteilten Ostpreußen leiden unter der gegenwärtigen Situation. Im achten Jahrzehnt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sowie Flucht und Vertreibung weiter Teile der deutschen Bevölkerung gibt es zwischen Ostsee, Memel und Weichsel noch immer viele Hilfsbedürftige, denen es an den notwendigsten Dingen des Alltags mangelt. Ein gut funktionierendes Sozialsystem, wie es etwa in der Bundesrepublik Deutschland und in den skandinavischen Ländern besteht, gibt es dort nicht. Die ostpreußische Heimat ist noch immer von hoher Arbeitslosigkeit, Altersarmut und Abwanderung der jüngeren Generation geprägt. Medizinische Versorgung ist für viele Menschen kaum noch erschwinglich. Es fehlt den zumeist alleinstehenden alten und behinderten Menschen an grundlegenden Dingen wie Medikamente und Kleidung. Im harten ostpreußischen Winter müssen sie zudem für ausreichend Brennmaterial sorgen, um ihre Stuben warm zu bekommen. In Zeiten stark ansteigender Preise bewegt sich das Einkommen der Rentner in allen drei Teilen Ostpreußens nahezu unverändert auf einem sehr niedrigen Niveau, vielfach unterhalb des Existenzminimums. 

Für die ostpreußische Schicksalsgemeinschaft ist es nach wie vor wichtig, unmittelbar dort anzusetzen, wo die Not der Landsleute offensichtlich wird. Dieser Aufgabe stellen wir uns seit 70 Jahren mit Hilfe Ihrer Spenden für die Bruderhilfe. Aus diesem Grund wende ich mich auch heute wieder mit der Bitte an Sie, unser humanitäres Hilfswerk zu unterstützen. 

Unser Ziel ist es, allen in der Heimat lebenden Landsleuten eine Perspektive zu geben. Deshalb ist jeder Einzelne von uns gefragt, durch die Betreuung vor Ort oder durch seine Spenden einen Beitrag zur Linderung der Not zu leisten. Wir freuen uns über alle kleinen und großen Zuwendungen. Jeder Euro hilft und ist eine Brücke der Menschlichkeit zu unseren armen, mittellosen deutschen Landsleuten in der Heimat. 

Bitte unterstützen Sie die Fortsetzung unserer humanitären und friedensstiftenden Arbeit und helfen Sie mit, bedürftigen Ostpreußen mit einer Spende zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Geben Sie ihnen das Gefühl, dass sie nicht vergessen sind! Für die Bedürftigen ist die Hilfe ein deutliches Zeichen der großen Zuneigung und Verbundenheit innerhalb der weltweiten Ostpreußenfamilie. Die Heimatkreisgemeinschaften der Landsmannschaft Ostpreußen und ihre ehrenamtlichen Helfer gewährleisten, dass jede Spende direkt und ohne bürokratischen Aufwand bei den Arbeitslosen, den Alten, Kranken und Behinderten, den Notleidenden und den kinderreichen Familien ankommt. Deutsche helfen Deutschen, Ostpreußen unterstützen heimatverbliebene Ostpreußen.

Allen Spendern sage ich ein herzliches Dankeschön!

Wir geben Ostpreußen Zukunft.

Stephan Grigat

Rechtsanwalt und Notar, Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen