18.01.2022

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Folge 16-21 vom 23. April 2021 / Aufgeschnappt

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16-21 vom 23. April 2021

Aufgeschnappt

Das Stasimuseum Berlin in der früheren Zentrale des Staatssicherheitsdienstes der DDR hat die für Anfang April geplante Wiedereröffnung abgesagt. Grund sei die „kürzlich erlassene Corona-Verordnung“. Das eigene Hygienekonzept sei zwar weiterentwickelt worden, aber die „neuen Vorschriften machen in der Summe den Betrieb des Museums am historischen Ort“ unmöglich. Eine „Vor-Ort-Test-Station“ oder „das Abfragen von Gesundheitsdaten und die Sammlung persönlicher Informationen am ehemaligen Arbeitsplatz des Stasi-Generals Erich Mielke und tausender Stasi-Offiziere“ sei nicht akzeptabel. Geschäftsführer Jörg Drieselmann: „Gerade uns als Stasimuseum stünde es schlecht zu Gesicht, am Eingang zum Museum Informationen zu sammeln, die eigentlich der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen.“ Die Gründer des Museums hätten „am Ort der Angst einen Ort des Austauschs und der Offenheit“ aufgebaut. Man kläre hier über die SED-Diktatur auf und werbe damit für den freiheitlichen Rechtsstaat. E.L.