19.01.2022

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Folge 19-21 vom 14. Mai 2021 / Leserforum

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-21 vom 14. Mai 2021

Leserforum

zweite Chance verdient 

Zu: Der „Fall Maaßen“ sorgt für Unruhe im Politikbetrieb (Nr. 18)

Der geschasste Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen will mit aller Macht, aber auch mit/unter Protest in den deutschen Bundestag hineinhoppeln, um dort seine allerbesten „christlichen Parteifeinde“ zu treffen. Jeder hat (s)eine zweite Chance verdient, auch ein Ex-Verfassungsschützer, der keinen Hehl daraus macht, dass es sich auch mit der AfD ganz lieb liebäugeln lässt. 

Klaus P. Jaworek, Büchenbach 






Vom Sinn eines Gesetzes

Zu: Wider den Zentralismus (Nr. 17)

Das Infektionsschutzgesetz nimmt Ländern Befugnisse weg und überträgt sie auf den Bund. Künftig bestimmt dieser, was bei welchen Sieben-Tage-Inzidenz-Werten zu lassen ist. Da wird ein Stück Gewaltenteilung abgeschafft. Das kann man gut oder schlecht finden. Ich finde, dass die Übertragung von diesen Rechten auf den Bund von der Sache her nicht gerechtfertigt ist. Was mag dahinterstecken? 

Gerhard Wagner, Ratingen      






Sie sind wieder da!

Zu: Das Schein-Duell (Nr. 16)

Ich bin 3o Jahre lang geduldig CDU-Mitglied gewesen, dankbar dem Helmut Kohl, dass er uns befreit hat. Wenn er wüsste, was aus dieser Freiheit geworden ist, er würde sich im Grab umdrehen und all seine Vorgänger auch. Ich zog deshalb meine Konsequenzen und trat aus.

Als wir 1989 (und einige Zeit davor) unsere Freiheit auf der Straße erkämpften, lief vor mir ein Mensch, der das DDR-Regime nicht abschaffen wollte und nur das Geschehen beobachtete. Er sagte laut und für alle ihn umgebenden Demonstranten: Wir kommen wieder! Richtig war’s, sie sind, als „Grüne“ und „Rote“ gut verteilt, langsam, aber sicher wieder an die Macht gekommen.

Stefanie Riedl, Eilenburg






Der Dom des Romantikers

Zu: Ganz schön hoch hinaus (Nr. 16)

Die Bauarbeiten am Kölner Dom, dessen Grundstein 1248 gelegt wurde, wurden im Jahre 1528 eingestellt. Nach einer Ruhezeit von mehr als 300 Jahren ging es erst unter dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. (dem Romantiker) weiter. Unter dem Preußenkönig Wilhelm I. wurde im Jahre 1880 die Fertigstellung des Doms gefeiert.

Gerd Bandilla, Erftstadt







Nachhilfe in Sklaverei

Zu: Zweifelhafte Lehre (Nr. 15)

Wenn Afrostämmige, hier ein zitierter Professor, gegen „rassistische und kolonialistische Elemente“ Weißer anrennen, ist das zwar verständliche Interessenbekundung. Doch erwidert der Autor richtig, dass auch Nichtweiße durch „Unterdrückung und Sklaverei ... viele Völker in Bedrängnis gebracht haben“. 

Grundsätzlich galt vor und abseits weißer Herrschaft in Afrika angesichts Ressourcenknappheit eher das Recht des besser Organisierten als Völker- oder gar Menschenrecht. Auf solcher Grundlage betrieben dort in vielen Jahrhunderten bis Mitte des 19. Jahrhunderts Araber und ethnisch unterschiedlichste Afro-Völker selbst Kolonialismus, zwangen Dritte zu Wegmaut und Tribut und verübten Vertreibung, Sklaverei und Genozide. 

Geschätzt erjagten Vorgenannte in Afrika über Jahrhunderte hinweg 70 Millionen Sklaven, von denen 53 Millionen südlich und neun Millionen nördlich der Sahara sowie acht Millionen im Orient gehalten wurden. Erfahrungsgemäß waren dabei kollateral zusätzliche Menschenverluste – also „anbei“ verursachter Tod – ähnlich hoch.  Zudem versklavten Nordafrikaner mittels Überfalls auf Schiffe und Orte entlang europäischer Küsten und Flusstäler jahrhundertelang insgesamt wohl über eine Million Weiße. Zuzüglich der Beute von Córdobas Emiren. Vergleichsweise wurden insgesamt weniger als zwölf Millionen Afrikaner amerikanische Sklaven. 

In Südwestafrika verfolgten die ab dem 18. Jahrhundert eingedrungenen Nama, Herero und Ovambo die Urbevölkerung aus Sân alias Buschleute sowie Bergdamara und führten danach gegeneinander Kriege. In Kamerun setzten – oft grenzquerend und Arabern und Berbern zuarbeitend – insbesondere Dualla, Tuareg, Fulbe, Haussa und Bagirmi ihre angestammten Gewohnheiten gegen Eingesessene wie den Fan durch und selbst gegen den von der Kolonialverwaltung erstrebten Landfrieden. 

Ebenfalls oft in Kumpanei mit Arabern wie dem omanschen Sultan Britisch-Sansibars litten einschlägig in Ostafrika viele angestammte Dorfgemeinschaften unter Massai, Yao, Watuta und anderen. Mitunter wurden vormalige Jäger selbst als Sklaven verschleppt. Wird also auch mal Wiedergutmachung durch Turban und Black Lives Matter stattfinden?

Hans Lindenmeyer, Heidenheim






Von der Seitenlinie aus

Zu: Was will die AfD? (Nr. 15)

Es gibt für die AfD ein erreichbares Wählerpotential, und das steht deutlich rechts der CDU. Auf Bundesebene wird dieses schon seit Langem von Politikwissenschaftlern auf 15 bis 20 Prozent verortet, im Osten liegt es etwas höher als im Westen, weil noch das Anti-West-Protestpotential hinzukommt, das nur von der Linken und der AfD abrufbar ist.

Die Wirtschaftsprofessoren-AfD, mit der Lucke gestartet war, ist/war eine Partei, die an der Fünf-Prozent-Marke herumkrebste. Erst die „rechten“ Themen innere Sicherheit und Zuwanderung haben sie zu einem Player im zweistelligen Prozentbereich gemacht. Die AfD-Führung muss das endlich anerkennen. Den Traum von der AfD als einer Art Reform-CDU darf man nicht träumen, denn die CDU tut auch unter Merkel das, was sie schon seit Adenauer immer getan hat: Masseneinwanderung im Interesse der Industrie und die Auflösung deutscher Nationalstaatlichkeit hin zu einem europäischen Bundesstaat. Da gibt es nichts zu reformieren – das ist die CDU-Identität. 

In einer Koalition mit den Profipolitikern der CDU würde die AfD aufgerieben werden und lange brauchen, wieder auf die Beine zu kommen. Die AfD muss sein wie Statler & Waldorf, die Figuren aus der Muppet-Show: Sie müssen das Establishment, das noch viel zu stark ist, von der Seitenlinie aus verunsichern, demaskieren, beleidigen, entlarven, bloßstellen. Aus der Opposition heraus lassen sich Sympathien aufbauen, in der Regierungsverantwortung dagegen nur verlieren, wie die FPÖ zeigt. Die AfD braucht noch viel Zeit, bis sie sich politisch professionalisiert und eine feste innere Ausrichtung entwickelt hat.

Personen, die der Meinung des PAZ-Kommentators sind, finden eher in der Werteunion eine Heimat. Die AfD dagegen muss das Feld von rechtsaußen aufrollen – das ist ihre einzige Chance.

Stefan Reimer, Augsburg






Minderheitenrechte für alle

Zu: Ungewollte Kinderlosigkeit wird zum Massenproblem (Nr. 10)

Das Ausmaß des Überalterungs- und Überfremdungsprozesses der deutschen Gesellschaft hat drastisch zugenommen. Doch die Politik setzt weiter auf Zuwanderung. Ein Gutes hat die aktuelle Bevölkerungsentwicklung. Ab dem Jahr 2046, wenn die Deutschen erstmals in der Minderheit sein werden, genießen sie besondere Minderheitenrechte. Sie können dann auf Förderung ihrer Sprache und auf Schutz vor Überfremdung pochen. 

Jürgen Frick, Dessau