17.01.2022

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Folge 19-21 vom 14. Mai 2021 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 19-21 vom 14. Mai 2021

Stimmen zur Zeit

Der Aerosolforscher Gerhard Scheuch erneuert im „Hamburger Abendblatt“ (7. Mai) seine Kritik an der Maskenpflicht im Freien. Sie drohe, die Menschen in ihren Wohnungen zu halten:

„Das Frühjahr wird uns enorm helfen – so wie im vergangenen Jahr. Deshalb sinken schon jetzt die Zahlen. Das hat mit der Notbremse wenig zu tun: Auch die Zahl der Intensivpatienten sank bereits, bevor die Notbremse wirken konnte ... Eigentlich wissen wir nur eins: Draußen kann man sich kaum anstecken. Also gehen wir raus!“





Barbara Zehnpfennig, Professorin für Politische Ideengeschichte an der Universität Passau, beschreibt in der „Frankfurter Allgemeinen“ (5. Mai), wie linke Sprach- und Denkdiktate den deutschen Wissenschaftsbetrieb in die Enge treiben:

„Für diejenigen, die sich dem geforderten Denk- und Sprachduktus nicht unterwerfen, kann die Lage geradezu aussichtslos werden. Ihre Argumente will man nicht hören, gegen den Vorwurf der moralischen Unanständigkeit können sie sich nicht wehren, weil Argumente nicht gehört werden. Wer einmal als ,problematisch‘ oder ,umstritten‘ kategorisiert wurde, ist im Grunde wissenschaftlich erledigt.“





Helmut Markwort entrüstet sich im „Focus“ (8. Mai) über flapsige Bemerkungen von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD):

„Der Zynismus der Woche ist aus Berlin zu hören. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller spricht von einem ,Windhundrennen‘ zwischen Geimpften und Nichtgeimpften. Sein Spott über die Grundrechte älterer Bürger ist eine eiskalte Unverschämtheit. Wenn die Politik auf die nächste Generation Geimpfter wartet, sind viele Ältere schon gestorben, ohne dass sie ihre Freiheit wieder leben konnten.“





Für Maritta Thalec wirft der Streit um Boris Palmer ein Schlaglicht auf die Grünen und könnte zeigen, wie sie wirklich sind. In der „Berliner Zeitung“ (9. Mai) schreibt sie:

„Mit dem Fall Palmer drängt ein Grollen aus dem Grünen-Untergrund in die Ohren der Wählerschaft, das im Baerbock-Habeck-Wohlfühlsound fast verklungen war: Die Grünen sind eine Partei mit extremen Positionen außerhalb der bürgerliche Hauptströmung. Palmer rührt die Konflikte auf ... Womöglich erweist sich der Fall Palmer als gut für die Demokratie, zumal vor den Wahlen: Wir sehen mehr von den Grünen und lernen, was wir von ihnen erwarten dürfen und was nicht.“





Wort der Woche

„Wage niemand noch zu behaupten, dass ,digitale Wissensvermittlung‘ mehr sei als eine Notlösung ... Präsenzunterricht ist nicht zufällig ein seit Jahrtausenden erfolgreiches Prinzip.“

Susanne Gaschke zieht in der „Welt“ (10. Mai) eine historische Lehre aus der Corona-Pandemie, was die Grenzen der Digitalisierung angeht