26.01.2022

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Folge 20-21 vom 21. Mai 2021 / Kolumne / Planschbecken statt Autobahn

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 20-21 vom 21. Mai 2021

Kolumne
Planschbecken statt Autobahn
Theo Maass

Im Wahlkampf zur Berliner Abgeordnetenhauswahl im September wollen sich Grüne und Linkspartei mit Autofahrer-feindlichen Phantasien überbieten. Während „Indianerhäuptling“ Bettina Jarasch von den Grünen auf ihrem Parteitag von einem Rückbau des Bauabschnitts 16 der Stadtautobahn A 100 phantasierte, kommt nun von der Linkspartei-Politikerin Katalin Gennburg (Berlin-Treptow) der Vorschlag, die fast fertige Autobahn als Basis für den Wohnungsbau zu nutzen: „Auf den Fundamenten des 16. Bauabschnitts ließe sich eine große Zahl an Wohnungen bauen ... und ... ein Schwimmbad wäre sicherlich auch eine Möglichkeit.“

Wenn Gennburg etwas für die Schwimmbad-Infrastruktur der Hauptstadt machen will, gäbe es ein reiches Betätigungsfeld. In den vergangenen 20 Jahren ist in der Stadt fast jedes Jahr ein Schwimmbad geschlossen worden. Die Linkspartei hat die meiste Zeit mitregiert. Ganz einfach: Die geschlossenen Bäder sanieren, und „Planschen für alle“ ist wieder machbar. 

Gennburg schwebt gegen die Fertigstellung der Autobahn auch eine andere Art der Behinderung vor. „Die Baustellenanordnungen und Verkehrsregelungen, die mit dem 16. Bauabschnitt zusammenhängen, werden von der Abteilung Verkehrsmanagement in der Senatsverwaltung getroffen, und die hat bei der Priorisierung der Verkehrswende schon genug zu tun. Ihre Kapazitäten würden viel dringender bei der Anordnung neuer Pop-up-Radwege gebraucht.“ Jeder Treptower (Teil des Bundestags-Wahlkreises von Gregor Gysi) weiß nun ganz genau, was er bekommt, wenn er der Linkspartei die Stimme gibt. Zu SED-Zeiten wollte möglichst jeder Ost-Berliner ein eigenes Auto, heute will Frau Gennburg dessen Benutzung verhindern.