17.01.2022

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Folge 20-21 vom 21. Mai 2021 / Frühling / Das nördliche Ostpreußen putzt sich heraus / Landschaftsbauarbeiten in der gesamten Region – „Gartenstadt 2.0“ soll an Sowjetzeit anknüpfen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 20-21 vom 21. Mai 2021

Frühling
Das nördliche Ostpreußen putzt sich heraus
Landschaftsbauarbeiten in der gesamten Region – „Gartenstadt 2.0“ soll an Sowjetzeit anknüpfen

Im vergangenen Frühjahr war es recht warm, und die Pflanzen haben kräftig geblüht. Wegen der angeordneten Corona-Quarantäne hatten die meisten keine Chance, sich daran zu erfreuen. In diesem Jahr sind die Maßnahmen zwar gelockert, aber das kühle April-Wetter mit Hagel und Nachtfrösten hat den Blütenbeginn verzögert. Die Pflanzen, die Anfang Mai dann zu blühen begannen, zogen großes Interesse der Stadtbesucher und Touristen auf sich. Die Blüten der Japanischen Kirschbäume auf dem Gelände des Ozeanmuseums in Königsberg entpuppten sich als dessen beliebtesten „Ausstellungsstücke“.

Trotz des kalten Wetters verlief die Bepflanzung der Blumenbeete in der Stadt planmäßig. Zuerst wurden die Blumenbeete auf dem Hansaplatz bepflanzt, dann die in der Nähe des Gebäudes der Gebietsregierung am Unterteich sowie an anderen belebten Orten und Sehenswürdigkeiten. Die Stadt hat umgerechnet knapp 9000 Euro aus ihrem Haushalt für die Anpflanzung von mehr als 65.000 Stiefmütterchen zugeteilt. Mehr als 50.000 Tulpen, die im vergangenen Herbst in den Blumenbeeten der Hauptstraßen und in der Nähe des Schiller-Denkmals gegenüber dem Schauspielhaus gepflanzt wurden, gingen in Blüte. 

Nicht nur die Gebietshauptstadt, sondern die gesamte Region schmückt sich derzeit mit bunten Blumenbeeten. Überall finden Landschaftsbauarbeiten statt, um einen „grünen Rahmen“ zu schaffen. Die Gebietsregierung hat ein Programm mit dem ambitionierten Namen „Gartenstadt 2.0“ angekündigt. Zu Sowjetzeiten wurde Königsberg so genannt, und es gab eine Hymne der Stadt mit den Worten: „Meine Stadt, blühende Gartenstadt, Kaliningrad ...“. 

Diese Verschönerungsmaßnahmen können zwar nicht die Folgen der chaotischen Bebauung der Stadt und den damit einhergehenden Verlust der Grünflächen rückgängig machen, aber es ist ein Versuch, sie lebenswerter zu machen. J.T.