27.01.2022

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Folge 20-21 vom 21. Mai 2021 / Aus den Landesgruppen und Heimatkreisen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 20-21 vom 21. Mai 2021

Aus den Landesgruppen und Heimatkreisen der Landsmannschaft Ostpreußen e.V.

Baden-Württemberg

Vorsitzende: Uta Lüttich, Feuerbacher Weg 108, 70192 Stuttgart Tel.:  0711 – 85 40 93, uta.luettich@web.de Geschäftsstelle: Haus der Heimat, Schloßstraße 92, 70176 Stuttgart, 2. Stock, Zimmer 219 (Sprech-stunden nach Vereinbarung)

Ostdeutscher Markt

Stuttgart – Sonnabend, 5. Juni, Haus der Heimat: Ostdeutscher Markt des BdV 

Liebe Vorstände, liebe Landsleute der Landsmannschaften Ostpreußen und Westpreußen, die Corona-Pandemie hat uns noch immer im Griff. Unsere ganzen Lebensgewohnheiten sind dadurch sehr eingeschränkt. Dies betrifft auch das gesamte Vereinsleben. Die Ministerpräsidentenkonferenz mit Angela Merkel hat am 3. März dem öffentlichen Druck nachgegeben und weitgehende Öffnungsschritte vereinbart, allerdings ist das Vereinsleben und kulturelle Veranstaltungen davon noch immer nicht betroffen. Das Haus der Heimat in Stuttgart ist geschlossen, sodass auch der geplante Ostermarkt am 13. März nicht stattfinden kann. Der BdV plant; am 5. Juni einen „Ostdeutschen Markt“ durchzuführen, Voraussetzung ist allerdings, dass das Haus der Heimat wieder geöffnet ist. In der Hoffnung, dass wir uns in einigen Wochen wieder zu einer kulturellen Veranstaltung treffen können, wünsche ich Ihnen gute Gesundheit und verbleibe mit besten Grüßen.Uta Lüttich


Nordrhein-Westfalen

Erster Vorsitzender: Jürgen Zauner , Stellv. Vorsitzende: Klaus-Arno Lemke und Dr. Bärbel Beutner, Schriftführerin: Dr. Bärbel Beutner Geschäftsstelle: Buchenring 21, 59929 Brilon, Tel.: (02964)1037. Fax (02964)945459, E-Mail: Geschaeft@Ostpreussen-NRW.de, Internet: Ostpreussen-NRW.de

70-jähriges Bestehen

Düren – Die Landsmannschaft Ostpreußen Kreisgruppe Düren wurde am 28. April 1951 gegründet. Die Gründungsversammlung fand im Restaurant „Zur Altstadt“ in Düren statt. Die Gründungsversammlung führte Rechtsanwalt Dr. Handel durch. Zum Vorstand wurden gewählt: Vorsitzender wurde Herr Dr. Handel, Stellvertreter: Oberpostsekretär Herr Kienapfel, Kassenführer: Steuerinspektor Herr Köhler, Schriftführer: Techn. Reichsbahninspektor Herr Löffelbein, zum Kulturausschuss: Studienrätin von Fournier, Oberpostsekretär Herr Kienapfel und Frau  Elisabeth Mays.

Der Sinn der Landsmannschaftlichen Vereinigung war die Betreuung der Vertriebenen und Hilfe bei der Eingliederung. Es bestand damals großes Interesse der Ostpreußischen Jugend, die sich mehr und mehr an den Zusammenkünften beteiligten. Es wurden Gesang und Tanzgruppen gebildet, Filmaufführungen sowie Lichtbilder-Vorträge gehalten. Es wurden Gedenkfeiern und Ausstellungen organisiert. Im Jahre 1973 fand im Dürener Rathaus eine Ausstellung über Copernicus statt. Durchs Kant-Jahr 1974 zog sich mit Veranstaltungen und Vorträgen das Gedenken an den 250. Geburtstag des Philosophen aus Königsberg. Der von den Landsleuten spendete Gedenkstein „Für die Toten der Heimat, aber auch fern der Heimat als Soldaten, Verschleppte oder Vertriebene“ wurde am 24. September 1978 auf dem neuen Friedhof in Düren eingeweiht. 

Im Jahr 1992 gab es die Zweite Ausstellung über Copernicus im Haus der Stadt. Es wurde 1998 im Dürener Rathausfoyer von Bürgermeister Josef Vosen eine von der Landsmannschaft gestiftete Gedenktafel zur Erinnerung an die Vertreibung enthüllt. Im Jahr  2007 zeigten wir erfolgreich im Foyer des Dürener Rathauses die Ausstellung „ Kurt  Schumacher“.

Seit 1998 wird das Haus des Deutschen Ostens von der Landsmannschaft Ostpreußen genutzt, aufgrund damals in die Hunderte gehende Mitgliederzahl, war es jedoch für die Heimatabende zu klein, so wurden über 40 Jahre alle Veranstaltungen im  Restaurant „Zur Altstadt“ bei Hünerbein durchgeführt.

Mit bescheidenen Mitteln, durch Spenden der Mitglieder und Gönnern sowie viel Eigenleistungen, wurde 1999 das Haus des Deutschen Osten umgebaut. Heute werden alle Veranstaltungen im Haus des Deutschen abgehalten, da die Mitgliederzahl sehr Rückläufig ist, was nun natürlich ist.

Es waren in den Jahren als Vorsitzende:

1951–1953 Herr Dr. jr. Handel

1954 Herr Kienapfel

1955 Herr Wieczorek

1956 Herr Oberndorf

1957–1976 Herr Fritz Neumann

1977–1994 Herr Herbert Frenzel

1995–2000 Herr Gerhard Graw

2001–2016 Herr Manfred Barsuhn

seit 2016 Frau Gerda Wornowski

Nun besteht die Gruppe der Landsmannschaft Ostpreußen schon seit 70 Jahren, und wir hoffen, dass wir noch recht lange uns unserer Heimat widmen können, um das ostpreußische Kulturerbe   zu bewahren und an die junge Generation weitergeben können. Leider kann durch die Corona-Pandemie das 70-jährige Bestehen nicht gefeiert werden sowie auch nicht alle anderen Veranstaltungen. Wir hoffen auf baldige bessere Zeiten.


Schleswig-Holstein

Vorsitzender: Edmund Ferner, Julius-Wichmann-Weg 19, 23769 Burg auf Fehmarn, Tel.: (04371) 8888939, E-Mail: birgit@kreil.info

Uhland zum Trost

Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen. Gruppe Neumünster – Es ist nicht so leicht, nach so langer Corona-Pandemie fröhliche Pfingstgrüße zu senden. Bleiben Sie gesund und genießen Sie den Frühling mit der aufblühenden Natur. 

Viele Veranstaltungen sind Anfang des Jahres 2021 ausgefallen: Der Filmvortrag über Ostpreußen in Wort und Bild im Januar, unser traditionelles Königsberger Klopsessen im Februar und auch die Jahreshauptversammlung im März fand nicht statt. Der Jahresabschlusskassenbericht ist fertig und der nächsten Veranstaltung – vielleicht voraussichtlich im Herbst zum Erntedankfest – wird der Kassenbericht den Mitgliedern vorgelegt und so verschiebt sich die Jahreshauptversammlung mit vollständigen Ablauf. 

Haben Sie bitte Verständnis, ich kann nichts ändern. Es ist auch nicht möglich in diesem Frühjahr – wie von einigen angeregt – im Stadthallengarten mit Abstand und Maske sich zu treffen. Was ist, wenn es regnet oder die linden Lüfte erwachen? Hierzu noch das kleine Gedicht „Frühling“ von Ludwig Uhland: 

Die linden Lüfte sind erwacht,

sie säuseln und weben Tag und Nacht,

sie schaffen an allen Enden.

O frischer Duft, o neuer Klang!

Nun, armes Herz, sei nicht bang!

Nun muss sich alles, alles 

wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,

man weiß nicht, was noch werden mag,

das Blühen will nicht enden.

Es blüht das fernste, tiefste Tal;

nun, armes Herz, vergiss der Qual!

Nun muss sich alles, alles wenden.

Wir verzagen nicht. Wir haben ganz andere Zeiten überlebt und überstanden.  Denken wir einmal nach, wie gut wir es doch haben. Ein warmes Stübchen, Essen und Trinken reichlich und können friedliche Luft schnuppern. Wie sagt Kant? Drei Dinge helfen die Mühseligkeiten des Lebens zu ertragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

In Ostpreußen wurde zu Pfingsten doch im Haus und vor der Haustür mit viel Birkengrün geschmückt. Es wurden die „Söckchen“ angezogen und oft gab es für die Mädchen ein neues Kleid. Ja, das sind so kleine Erinnerungen.

Heute so viel Poesie! Auch die Corona gibt uns Ruhe, Zeit zum Lesen und zur Besinnlichkeit.


Ebenrode

Kreisvertreter: Dr. Gerhard Kuebart, Schiefe Breite 12a, 32657 Lemgo, Tel.: 05261 – 8 81 39, Gerhard.kuebart@googlemail.com

Wegen der Beschränkungen durch die Covid-19-Pandemie muss das Ostpreußentreffen wie auch unsere Kreistagssitzung und Mitgliederversammlung und Öffnung der Heimatstube am 19. und 20. Juni in Winsen/Luhe wieder ausfallen. Die neuen Termine werden im nächsten Heimatbrief und auf der Homepage bekannt gegeben. Wir wünschen Ihnen allen weiterhin gute Gesundheit. Der Vorstand

Günther Papke gestorben

Herr Papke, geboren am 6. Oktober 1930 in Sodargen, war über Jahrzehnte eine führende Persönlichkeit in unserer Kreisgemeinschaft. Als Kirchspielvertreter von Bilderweiten, als Vorstandsmitglied und stellvertretender Kreisvertreter und zuletzt als Kreisältester. 2006 wollte er sich aus Gesundheitsgründen zurückziehen und erhielt das Ehrenzeichen der Kreisgemeinschaft in Gold. Als aber die Kreisgemeinschaft 2009 personell in Not geriet, stellte er sich mit preußischem Pflichtgefühl wieder zur Verfügung – bis zum bitteren Ende.

Er beherrschte die ostpreußische Mundart und bereicherte unsere Veranstaltungen mit humorvollen Darbietungen, öfter auch mit seinem Handwerkerchor und übte nach einem Text von Erna Krohm ein Heimatlied für unseren Kreis ein, das auf Festen und Fahrten gesungen wurde. An seinem Grab auf dem Friedhof von Bad Segeberg-Rickling wurde sein Gedicht „Friehlings-Vägels“ zum Abschied vorgetragen. Wir trauern mit den Angehörigen.


Heiligenbeil

Kreisvertreterin: Viola Reyentanz, Großenhainer Straße 5, 04932 Hirschfeld, Telefon (035343) 433, E-Mail: reyvio@web.de. Erster Stellvertretender Kreisvertreter (Geschäftsführender Vorsitzender): Christian Perbandt, Im Stegefeld 1, 31275 Lehrte, Telefon: (05132) 57052. E-Mail: perbandt@kreis-ge­meinschaft-heiligenbeil.de. Zweite Stellvertretende Kreisvertreterin/Schriftleiterin: Brunhilde Schulz, Zum Rothenstein 22, 58540 Meinerzhagen, Telefon: (02354) 4408, E-Mail: brschulz@dokom.net. Internet: www.kreisgemeinschaft-heiligenbeil.de 

Arnold Hesse wird 70 Jahre

Arnold Hesse wurde am 18. Mai 1951 als Sohn von Hinrich Hesse und Ehefrau Erna, geb. Werner, in Stickhausen, Kreis Leer geboren, wohin es seine Mutter nach Ende des Krieges verschlagen hatte.

Seine Mutter wurde am 3. Februar 1930 auf Julienhof im Kreis Heiligenbeil geboren. Sie war das 4. von 13 Kindern der Eheleute Ernst Heinrich Werner aus Grünwalde und Anna Johanna Heske aus Abbau Lank. Die Familie mütterlicherseits wohnte und arbeitete bis zur Flucht 1945 auf dem Gut Klein Windkeim im Kirchspiel Bladiau. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2016 war Arnold Hesse als Zollbeamter in Emden tätig. Seit 2016 ist er verwitwet, hat zwei erwachsene Töchter, zwei erwachsene Söhne und drei Enkelkinder.

Seit über 30 Jahren ist Arnold Hesse in verschiedenen Ämtern im Schützenverein und im Fischereiverein in Detern tätig, in denen er seit vielen Jahren das Amt des Vorsitzenden ausübt. Seit Mitte der 1970er Jahre befasst er sich mit Familienforschung, was im auf der väterlichen Seite auch überwiegend gelungen ist. Auf der mütterlichen Seite aus Ostpreußen gestaltete sich dieses etwas schwieriger. Im Zuge dieser Familienforschung kam er auch mit der Kreisgemeinschaft Heiligenbeil und etlichen Landsleuten in Kontakt, die ihm in vielen Fragen weiterhelfen konnten.

Mehrmals hat er die Heimat seiner Mutter und der Familien Werner und Heske besucht, einmal im Jahre 2010 mit seiner verstorbenen Frau und seinem Onkel Ernst Werner. Viele Erinnerungen sind ihm an das schöne Ostpreußen geblieben. Nach Abschluss der zweiten Reise hat Arnold Hesse sich daran gemacht, alle Erkenntnisse und Forschungsergebnisse über die Herkunft, die Flucht, und den Neuanfang der Familie mütterlicherseits in einem Familienbuch unter der Überschrift „Die Heimat Ostpreußen und die neue Heimat Rhaude in Ostfriesland“ zusammenzufassen. 

Über den eher zufälligen Kontakt zu Brunhilde Schulz wurde die Verbindung zur Kreisgemeinschaft intensiver, und als man ihn ansprach, ob er nicht Interesse daran hätte, als Nachfolger von Frau Petra Wegner die Heimatkreiskartei zu übernehmen, hat er nach einer kleinen Bedenkzeit zugesagt. Die Wahl erfolgte Im April 2017 während der Kreistagssitzung. Für einen Familienforscher ist es natürlich sehr interessant, neben der anspruchsvollen Tätigkeit als Betreuer der Heimatkreiskartei auch einen Einblick darüber zu erhalten, welche Familien im Kirschspiel Bladiau und in den anderen Kirchspielen des Kreises Heiligenbeil gewohnt und gelebt haben. Im Jahr 2018 war dann auch noch das Amt des Kassenwartes neu zu besetzen, und da er in diesem Bereich über hinreichende Erfahrungen verfügte, übernahm er das Amt ebenfalls und führt dieses bis heute zur vollsten Zufriedenheit. 

Der Vorstand der Kreisgemeinschaft Heiligenbeil ist froh, Arnold Hesse für diese beiden Ämter gewonnen zu haben. Wir wünschen Arnold zu seinem 70. Geburtstag alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit in diesen schwierigen Zeiten, und hoffen, dass er der Kreisgemeinschaft noch recht lange erhalten bleibt. Brunhilde Schulz,


Ortelsburg

Kreisvertreter: Marc Plessa, Hochstraße 1, 56357 Hainau, E-Mail: kontakt@kreisgemeinschaft-ortelsburg.de. Geschäftsführerin: Karola Kalinski, Meisenstraße 13, 45698 Gladbeck. Internet: www.kreisgemeinschaft-ortelsburg.de

Virtuelle Präsentation

Aufgrund der Pandemie ist die Heimatstube der Kreisgemeinschaft Ortelsburg in der Musikschule in Herne geschlossen. Eine Öffnung ist noch nicht absehbar, die Entwicklung in den nächsten Monaten wird es zeigen. Umso mehr freut es uns, dass besondere Exponate auch online zu sehen sind. Die Kreisgemeinschaft hat sich an dem Projekt „Eine virtuelle Präsentation der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen“ beteiligt. Gefördert wurde dieses Projekt vom Ministerium der Kultur und Wissenschaft des Landes NRW. Erreichbar ist die Seite unter https://ostdeutsche-heimatsammlungen.de/. Zu sehen sind dort ausgewählte Exponate, sowie ein Rundumblick in das „Wohnzimmer“ der Kreisgemeinschaft, in dem wir hoffentlich bald wieder unsere ostpreußische Gastfreundschaft ausleben können. Wir freuen uns auf unsere Gäste, aber auch darauf, dass unsere gute Stube einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.