17.01.2022

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Folge 20-21 vom 21. Mai 2021 / Stimmen zur Zeit

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 20-21 vom 21. Mai 2021

Stimmen zur Zeit

Der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmannsegg warnt in einem langen Essay für die „Frankfurter Allgemeine“ (17. Mai) vor dem Ersticken der offenen Gesellschaft unter der Knute der Politischen Korrektheit:

„Die Formel ,gegen Rechts‘ hebt die Unterscheidung zwischen einem demokratiekonformen, vielleicht sogar der Demokratie bekömmlichen Konservativismus und einem demokratiefeindlichen Rechtsextremismus bewusst auf ... die Strategie zielt ... darauf, das Spektrum legitimer politischer Standpunkte im demokratischen Wettbewerb zu halbieren ... Es bleibt ein Rätsel, dass gerade Universitäten nicht begreifen, wohin der Weg der Gesinnungsschulungen und Gesinnungsprüfungen führt: in die Welt von ,1984‘.“





Hamed Abdel-Samad stellt auf seiner Facebook-Seite (15. Mai) unangenehme Fragen:

„Haben Cancel Culture, das Gendern und die Sprachpolizei ein einziges Problem dieser Gesellschaft gelöst, oder eher die Debattenkultur und das Zusammenleben geschadet? Hat die Verniedlichung von Minderheiten einen Beitrag zu deren Integration geleistet oder hat (es) dazu geführt, dass nun die größte rechtsextreme Organisation in Deutschland eine türkische ist und dass jeder Kritiker des Islamismus nun unter Polizeischutz leben muss?“





TV-Moderator Peter Hahne steht staunend vor der deutschen Doppelmoral. Im Portal „Kath.net“ (15. Mai) bemerkt er:

„Die schwäbische Seniorin im Nachmittagskostüm und die Mutter mit Kleinkindern werden als gefährliche, staatszersetzende Querdenker-Nazis vom Wasserstrahl der Berliner Polizei weggefegt. Der Muslim-Marsch mit dem Schlachtruf ,Hamas, Hamas, Israel ins Gas!‘ auf dem Kurfürstendamm dagegen von derselben Polizei geschützt ... Nebenbei: Die Eintracht-Frankfurt-Profis Amin Younes und Almamy Touré posten bei Instagram Propaganda für die palästinensischen Aggressoren: ,Möge Allah mit euch sein!‘ War das nicht der Verein, der keine AfD-Wähler auf der Tribüne dulden wollte?! Irre!“





Gabor Steingart fährt im „Focus“ (14. Mai) schweres Geschütz gegen SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf:

„Ein sozialdemokratischer Finanzminister, der die Geldflutungspolitik der EZB begrüßt, die Preissteigerungen bei der Bahn im Kabinett absegnet, die Strompreise mutwillig in die Höhe treibt und sich nun aus ökologischen Gründen für die Verteuerung der Billigflieger starkmacht, verletzt die Kerninteressen der kleinen Leute. Im Grunde begeht er damit das, was man unter Anwälten Mandantenverrat nennt.“





Wort der Woche

„Die Kraft der Dummheit nicht zu verstehen, das wäre gefährlich ,dumm‘ von denen, die sich für ,klug‘ halten.“

Dushan Wegner warnt in seinem Blog (18. Mai) davor, die Grünen nur wegen ihres offensichtlichen Unverstandes nicht ernst zu nehmen