14.08.2022

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Folge 21-21 vom 28. Mai 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-21 vom 28. Mai 2021

Meldungen

Militäreinsatz in Mosambik

Palma – Im Norden Mosambiks verüben muslimische Rebellen seit 2017 immer wieder brutale Überfälle, in deren Verlauf bisher um die 2600 Menschen getötet und 670.000 aus ihren Siedlungen vertrieben wurden. Im März attackierten die Dschihadisten mit Verbindungen zum Islamischen Staat schließlich auch die Küstenstadt Palma nahe der Grenze zu Tansania. Unweit davon wollen der französische Öl-Multi Total und der US-Konzern ExxonMobil ein riesiges Erdgasvorkommen erschließen. Um das 17 Milliarden Euro teure Projekt zu retten und einem Hilferuf der Führung des afrikanischen Staates nachzukommen, plant die Europäische Union nun die Entsendung von Militärberatern und Ausbildern in die gasreiche Provinz Cabo Delgado. Diese sollen die mosambikanischen Regierungstruppen bei der Ausschaltung der Terroristen unterstützen, wobei eine Teilnahme an Kampfeinsätzen aber nicht vorgesehen sei, so die EU.W.K.





Streit um Aufklärung

Washington – Am 6. Januar hatten sich Republikaner und Demokraten im US-Repräsentantenhaus auf die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission zur Attacke auf das Kapitol geeinigt. Demnach sollen die Mitglieder der Kommission jeweils zur Hälfte von der Führung beider Parteien ernannt werden. Wegen ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus dürfen die Demokraten über den Vorsitz entscheiden. Kurz vor der Abstimmung am 19. Mai sperrte sich der Vorsitzende der Republikaner Kevin McCarthy gegen die Einrichtung der Untersuchungskommission. Dafür stimmten dann 252 Parlamentarier, unter ihnen 35 Republikaner, dagegen votierten 175 Abgeordnete. Auch im Senat, wo die Demokraten nur über eine knappe Mehrheit verfügen, muss über den Plan abgestimmt werden. Der Chef der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, verkündete bereits, er werde dagegen stimmen.D.J.





Christen verlassen Irak

Basra – Die Situation der Christen im Irak hat sich weiter verschlechtert. Viele sind auf der Flucht vor radikalislamischen Gruppen. Menschenrechtler berichten, dass in der Stadt Basra im Südirak die Kirchenglocken zwar noch läuten, die wenigen Gottesdienste aber in fast menschenleeren Kirchen stattfänden. Lebten 2003 noch bis zu 5000 Christen in der Stadt, so sind es heute noch etwa 500. In Basra gibt es nur noch vier Kirchen, die syrisch-katholische, die chaldäische, die syrisch-orthodoxe und die evangelische, in denen Gottesdienste überhaupt noch stattfinden. Viele Christen ziehen in kurdische Landesteile oder verlassen den Irak. Die in der irakischen Verfassung verankerte Glaubensfreiheit wurde nicht eingehalten, sondern der Islam zur Staatsreligion erklärt. Auch der Papst konnte bei seinem diesjährigen Besuch die irakische Zentralregierung nicht davon überzeugen, die Religionsfreiheit einzuhalten.MRK