27.01.2022

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Folge 21-21 vom 28. Mai 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 21-21 vom 28. Mai 2021

Meldungen

Plus statt Minus

Koblenz – Recherchen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) im Bundesarchiv haben ein Schriftstück der Treuhandanstalt zutage gefördert, laut dem das Vermögen der staatlichen DDR-Unternehmen beim Abschluss der Wirtschafts- und Währungsunion möglicherweise größer war als bislang angenommen. Öffentlich bekannt waren bislang nur Zahlen aus der Eröffnungsbilanz der Treuhand zum 1. Juli 1990 mit einem Minus von 209 Milliarden D-Mark. Das im Bundesarchiv aufgefundene Schriftstück vom 25. Juni 1990 weist jedoch zum 31. Dezember 1989 ein Plus von 924 Milliarden DDR-Mark aus. Der Wirtschaftshistoriker Matthias Judt erklärte gegenüber dem MDR die Differenz mit unterschiedlichen Abschreibungssystemen. In der DDR-Bilanz von 1989 wurden funktionierende Maschinen noch mit einem Vermögenswert ausgewiesen, während sie nach bundesdeutschem Steuerrecht längst abgeschrieben waren. Grund und Boden waren nach der damaligen Herangehensweise der DDR wiederum mit null Mark bilanziert worden.N.H.





Arbeitsplätze in Namibia

Berlin – Die Bundesregierung will mit einem Vorhaben zur „Nutzung von Busch-Biomasse“ die wirtschaftliche Nutzung von Biomasse aus der kon-rollierten Entbuschung von Weideflächen in Namibia verbessern. Ziel ist eine nachhaltige Bewirtschaftung, bei der geschädigte Flächen und Ökosysteme wiederhergestellt sowie die bei der Ausdünnung von Buschbestand anfallende Biomasse wirtschaftlich genutzt werden soll. Für die Durchführung des Vorhabens ist die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit verantwortlich. Auf diesem Wege sollen Wertschöpfungsketten in Namibia aufgebaut werden, darunter die Holzkohleproduktion und die Herstellung von Tierfutter. Bei dem Vorhaben geht es unter anderem um die Schaffung von Arbeitsplätzen. In den vergangenen fünf Jahren sei bereits „ein signifikanter Anstieg der ländlichen Beschäftigung im Biomassesektor von zirka 6000 auf 11.300 Arbeitsplätze“ erzielt worden.MRK





Vier Prozent Inflation 

Frankfurt/Main – Die Bundesbank hält eine vorübergehende Inflationsrate in Höhe von vier Prozent bis zum Jahresende für möglich. Zwar sagen die Volkswirte der Bundesbank auch eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft von den Folgen der Pandemie voraus und das Bruttoinlandsprodukt habe im zweiten Quartal deutlich zugelegt und könne im dritten Vierteljahr sein Vorkrisenniveau bereits wieder übersteigen. Allerdings dürfte im gleichen Zeitraum auch die Inflationsrate weiter anziehen. Damit würde eine Teuerung wie zuletzt vor 25 Jahren erreicht. Treiber für den Preisanstieg sind laut den Experten höhere Kosten für Benzin und Heizung, aber auch zahlreiche Waren und Dienstleistungen sowie Lebensmittel würden nach dem Ende der Lockdowns deutlich teurer. MRK