17.01.2022

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Folge 22-21 vom 04. Juni 2021 / Kolumne / Floristen umschulen!

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 22-21 vom 04. Juni 2021

Kolumne
Floristen umschulen!
Theo Maass

Autofahren, Fliegen, Fleisch essen und vieles andere wollen die Grünen einschränken oder verbieten. Kaum ein Alltagsgegenstand ist vor ihnen sicher. Nun sind Blumensträuße dran. Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) findet Schnittblumen nicht „nachhaltig“: „Dieser Einmalartikel verursacht neben hohen ökologischen Kosten auch unnötige Transportkosten.“ 

Wie immer, wenn Ideologie auf Realität stößt, soll das Geld der Steuerzahler nachhelfen. Bei Messen will Pop – natürlich auf Staatskosten – pro Gast einen Zuschuss von bis zu 25 Euro geben, wenn statt Schnittblumen Topfpflanzen zur Dekoration genutzt werden. Das dürfte bei 1000 oder mehr Besuchern die Kosten des gesamten Blumenschmucks übersteigen. Mit anderen Worten: Die Senatorin will auf Kosten der Steuerzahler künftig die Bezahlung für Blumenschmuck auf Veranstaltungen übernehmen – vorausgesetzt, es wird auf Schnittblumen verzichtet. 

Konkretisiert werden Pops Ideen von der Sustainable Event Scorecard, die wiederum von der Berlin Tourismus und Kongress GmbH (visitBerlin) in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft entwickelt worden ist. Doch der Aktion wohnt Heuchelei inne. Bei der Aufstellungsversammlung der Berliner Grünen überreichte Ramona Pop der neuen Spitzenkandidatin Bettina Jarasch noch einen Strauß Schnittblumen zu deren Wahl. 

Der Irrsinn könne nur verhindert werden, wenn die Wähler die Wirtschaftssenatorin am 26. September mit dem Stimmzettel aus dem Amt entfernen, meinen Kritiker.

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja nimmt den Ball auf: „Das ist blanker Hohn und respektlos gegenüber Floristen und Blumenfreunden. Wenn es nach Ramona Pop von den Berliner Grünen geht, verlieren Unternehmen in der Corona-Not einen Teil ihrer Förderfähigkeit, nur weil sie Schnittblumen für ihre Events verwenden.“