29.01.2022

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Folge 22-21 vom 04. Juni 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 22-21 vom 04. Juni 2021

Meldungen

China droht Überalterung

Peking – Wie die Regierung in Peking jetzt bekanntgab, ist die Einwohnerzahl der Volksrepublik China in den letzten zehn Jahren auf 1,41 Milliarden gestiegen. Das entspricht einer Zunahme von 5,4 Prozent. Gleichzeitig wuchs der Anteil derjenigen, die 60 Jahre oder älter sind, auf 18,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit befinden sich nun 264 Millionen Chinesen im offiziellen Rentenalter. Und diese Zahl dürfte künftig noch stark steigen, während es immer weniger jüngere Menschen gibt. Nunmehr tickt also auch im Reich der Mitte eine demographische Zeitbombe. Ökonomen befürchten, dass der Anteil der Chinesen im arbeitsfähigen Alter von derzeit noch reichlich 70 Prozent der Gesamtbevölkerung bis 2050 auf rund 50 Prozent fallen wird. Dadurch drohen über kurz oder lang massive soziale Verwerfungen und ein drastischer Rückgang des Binnenkonsums. Denn die allermeisten chinesischen Rentner haben nur geringe Einkünfte.W.K.





New York brutal wie einst 

New York – Vorletztes Wochenende ist in New York auf insgesamt rund 30 Personen geschossen worden. Gegenüber der „New York Post“ nannte ein Polizist Bandenkriege als Ursache der hohen Zahl von Schießereien. Die Acht-Millionen-Metropole galt in den USA bereits in den 70er und 80er Jahren als ein Schwerpunkt der Drogenkriminalität und der Bandenkriege. Anfang der 1990er Jahre setzte der damalige Bürgermeister Rudolph Giuliani (Republikaner) eine Null-Toleranz-Politik zur Kriminalitätsbekämpfung durch. Kernpunkte des Konzepts waren harte Strafen auch für kleinere Vergehen und Ersttäter sowie schnelle Urteile. Giuliani gelang es so, den öffentlichen Raum von Big Apple wieder sicherer zu machen. Wie in New York sind auch in zahlreichen anderen Großstädten der USA die Zahlen von Gewaltverbrechen im Jahr 2020 und im laufenden Jahr drastisch angestiegen.N.H.





Aus für Portal nach 21 Jahren

Moskau – Das unabhängige russische Nachrichtenportal „newsru.com“ gibt nach 21 Jahren auf. Als Grund wurde die unsicher gewordene Finanzierung genannt, nachdem sich große Werbekunden von dem unter politischem Druck stehenden Nachrichtenportal zurückgezogen hatten. „Unser Weltbild hat sich immer mehr unterschieden von dem Bild, das die Staatsmedien bevorzugen“, hieß es seitens der Redaktion. Damit stellt eines der ältesten unabhängigen Portale seine Arbeit ein. Zuletzt war newsru.com gezwungen, immer mehr Menschen, die wahrheitsgetreue Informationen über die Lage im Land lieferten, als „ausländische Agenten“ anzugeben. Russische Journalisten beklagen, dass in letzter Zeit der Druck auf unabhängige Berichterstattung stark zugenommen habe. Im Jahr 2000 war das Nachrichtenportal als Webseite von der Fernsehgesellschaft NTW gegründet worden. Zuletzt erreichte das Portal drei Millionen Leser pro Monat.MRK