27.01.2022

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Folge 23-21 vom 11. Juni 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 23-21 vom 11. Juni 2021

Meldungen

„Lego feiert Vielfalt“

Billund – Der dänische Spielwarenhersteller „Lego“ hat diesen Monat das Set „Everyone is Awesome“ auf den Markt gebracht. Es ist in den Regenbogenfarben gehalten, besteht aus 350 Teilen und enthält unter anderem elf bewegliche Menschenfiguren in jeweils einer anderen Farbe und mit einer anderen Frisur. Die deutschen Wochenmagazine „Stern“ und „Der Spiegel“ sind begeistert. Auch LGBT+ Danmark äußert sich positiv: „Das begrüßen wir sehr. Es ist eine gute Sache, dass ein großer Konzern wie Lego die Vielfalt feiert.“ Unbekannt ist, ob weitere Schritte in Richtung Politischer Korrektheit folgen werden. Immerhin sind unter den Lego-Figuren sechsmal mehr männliche Berufstätige als weibliche.F.B. 





Teslas Wasserwunder

Palo Alto/Potsdam – Die überarbeiteten Planungen des kalifornischen E-Autobauers Tesla für sein neues Werk in Grünheide sehen trotz einer zusätzlichen Batteriefabrik keinen höheren Wasserverbrauch vor, als ursprünglich allein für das Autowerk vorgesehen war. In einem aktualisierten Antrag für das Hauptgenehmigungsverfahren für die erste Ausbaustufe gibt Tesla laut einem Bericht des „Tagesspiegel“ einen maximalen Jahresverbrauch von 1,4 Millionen Kubikmetern Wasser an. Eigentlich sind Batteriefabriken für einen hohen Wasserverbrauch bekannt, und in Grünheide plant Tesla sogar den Bau der weltweit größten Batteriefabrik. Um den Gesamtwasserverbrauch zu senken, will der Konzern offenbar ein neues „Trockenverfahren“ zur Batterieproduktion einführen. Umweltverbände und Bürgerinitiativen fürchten, dass durch den Wasserverbrauch des E-Autobauers die Wasserversorgung in der Region gefährdet wird.N.H.





Kinderrechte nicht im GG

Berlin – Eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist zunächst vom Tisch. Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) zeigte sich enttäuscht darüber, dass es bei der abschließenden Verhandlungssrunde mit den Fraktionen wegen eines Streits über Detailfragen zu keiner Einigung gekommen sei. Zumindest für diese Legislaturperiode erklärte sie das Vorhaben zur Gesetzesänderung für gescheitert. Der Union und der Opposition habe „der Wille zur Einigung“ gefehlt. Eine historische Chance, Kinderrechte als sichtbares Leitbild in unserer Verfassung zu verankern, sei damit vertan. Und das, obwohl gerade die Corona-Krise gezeigt habe, wie besonders schutzbedürftig Kinder seien. Mitte April hatte die Bundesregierung über den Gesetzentwurf beraten und Gespräche zur Kompromisssuche wurden geführt. Heinz Hilgers, der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, sieht im Scheitern der Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz derzeit keinen Schaden, da die von der Bundesregierung vorgeschlagene Änderung ihm nicht weit genug ging. Insbesondere fehlten ihm Regelungen zur Vermeidung von Kinderarmut.MRK