26.01.2022

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Folge 23-21 vom 11. Juni 2021 / Stadtverschönerung / Die Skulptur der „Wogengleiterin“ schmückt Cranz / Der Kurort erweitert die Zahl der touristischen Anziehungspunkte

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 23-21 vom 11. Juni 2021

Stadtverschönerung
Die Skulptur der „Wogengleiterin“ schmückt Cranz
Der Kurort erweitert die Zahl der touristischen Anziehungspunkte
Jurij Tschernyschew

In Cranz wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche architektonische Besonderheiten gebaut. Unter anderem wurden viele bemerkenswerte Skulpturen aufgestellt. Im vergangenen Jahr wurde im Zentrum des Kurorts die außergewöhnliche Skulptur „Touristin“ installiert, die ein Mädchen darstellt, das einen Koffer hinter sich herzieht und gleichzeitig Selfies mit dem Mobiltelefon macht. Die Skulptur „Meerjungfrau“ an der Promenade sowie viele Skulpturen von Katzen in verschiedenen Größen sollen die Besucher des Kurorts erfreuen.

Romanfigur als Vorlage

Die Straßen von Cranz erstrecken sich entlang der Küste, und von der Ostsee weht stets eine steife Brise. Deshalb werden sich die Besucher nicht wundern, wenn sie Skulpturen wie die „Wogengleiterin“ in dem Kurort erblicken. Vorbild für die Skulptur ist das Geistermädchen Fresi Grant, eine Figur aus dem romantischen Roman „Wogengleiterin“ des Schriftstellers Alexander Grin, dem Autor des bekannten Romans „Das purpurrote Segel“. Vor Kurzem wurde sie an der Kreuzung in der Nähe des Cranzer Bahnhofs aufgestellt. Die neue Attraktion war ein Geschenk der Stadt für die Bewohner und Gäste des Kurorts zum Weltfrauentag am 8. März.

Zeitung „Wolna“ war Ideengeber 

Die Skulptur ist eine künstlerische Komposition eines Mädchens mit einem frei im Wind flatternden Kleid, das auf dem Bug eines Bootes steht, welches von den Wellen des Meeres umspült wird. Es hält eine helle Laterne in den Händen, um seinen Weg zu beleuchten. 

Die Skulptur ist aus Bronze gefertigt, und in der Laterne ist eine LED eingebettet. Die Idee, die Skulptur des Geistermädchens Fresi Grant in Cranz zu installieren, hatte die Redaktion der Lokalzeitung „Wolna“ (Welle), die den Wettbewerb um die Idee einer kleinen Bildhauer-Arbeit für die Stadt gewann.

Die Ausschreibung für die Gestaltung der Skulptur hat die Moskauer Werkstatt „Lewscha“ gewonnen. Die Kosten für die Skulptur betrugen umgerechnet rund 7800 Euro. Die an der Komposition beteiligten Künslter waren der Bildhauer Wassilij Filschin und Jewgenij Jurgenson. Bald soll um die Skulptur herum eine Mosaikplatte gebaut werden, die das Meer und die Wellen symbolisiert. Damit soll der Ort in Cranz mehr Anziehungskraft auf Besucher gewinnen.