17.01.2022

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Folge 27-21 vom 09. Juli 2021 / Meldungen

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-21 vom 09. Juli 2021

Meldungen

Burg wird geräumt

Tapiau – Die ehemalige Ordensburg Tapiau soll bis zum Jahr 2024 in ein touristisches Objekt umgewandelt werden. Das Amt des föderalen Strafvollzugs bestätigte, dass das Gebäude, das heute noch als „geschlossene Kolonne 7“ Gefängnis für zirka 500 Insassen ist, bis Ende des Jahres geräumt und an den Staat übergeben werde. Damit wäre der Weg frei für Pläne, die Ordensburg in ein Investitionsprogramm für den Ausbau der touristischen Wasserroute E-70 zu integrieren. Tapiau soll als Teil des staatlichen Förderprogramms des Tourismus, mit dem die Russen den Erhalt des kulturellen Erbes vorantreiben wollen, als Museum mit einem Hotel sowie als Veranstaltungsort historischer Vorführungen sowie interaktiven Programmen zum Leben im frühen Mittelalter dienen. Erste Pläne dieser Art gab es bereits 2013. Sie konnten bislang jedoch nicht umgesetzt werden.MRK





Wald bleibt erhalten

Königsberg – Der Wald bei Kalthof nordöstlich der Pregelmetropole – zur Ordenszeit ein Ordensvorwerk – soll nach Aussagen von Gouverneur Anton Alichanow als grüne Zone erhalten bleiben. Da die Nachfrage nach Wohnraum in der Gebietshauptstadt ständig steigt, haben Bauträger auch Kalthof als Baugebiet ins Auge gefasst. Alichanow sagte, er habe mit den  Bauträgern vereinbart, dass keine mehrstöckigen Häuser in dem Waldgebiet gebaut werden sollen. Um das auch zu gewährleisten, soll der Bebauungsplan noch entsprechend geändert werden. Der Gouverneur betonte, dass es für die Stadtbewohner wichtig sei, Grünflächen zur Erholung zu bewahren.  Ende 2018 wurden in dem Park ein Nordic-Walking-Club sowie ein Sport- und Freizeitclub eingerichtet. Nun soll die gesamte Waldfläche von Kalthof in eine grüne Zone zurückgeführt werden, in der auch künftige Bebauungen ausgeschlossen sind.MRK





Café und Musikmuseum

Gerdauen  – In Gerdauen hat das Museums-Café „Patefon“ eröffnet. Es zeigt eine Sammlung von 50 Exponaten der Jahre 1840 bis 1940. Der Inhaber des Privatmuseums, Andrej Matsijewskij, hat 15 Jahre lang die Museumsstücke gesammelt, und ein befreundeter Holzrestaurator richtete die teils schlecht erhaltenen Gegenstände wieder her. Gezeigt wird neben Spieldosen, Orgelflöten und Grammophonen auch ein Exemplar von Edisons Phonograph, das erste mechanische Gerät zur Tonbandaufnahme und -wiedergabe. Laut Betreiber sind alle Geräte in funktionsfähigem Zustand, sodass die Besucher sich über die Geschichte der Geräte informieren oder bei einer Tasse Kaffee Musik von Fjodor Schaljapin bis zu Elvis Presley hören können. Das Museums-Café in der Kommunistitscheskaja Straße 1 hat täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.MRK