25.01.2022

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Folge 27-21 vom 09. Juli 2021 / Allerliebste Pommern / Pomeranian für Queen Victoria / Das englische Könighaus züchtete die kurz Poms genannte Zwergspitzrasse pommerscher Herkunft

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-21 vom 09. Juli 2021

Allerliebste Pommern
Pomeranian für Queen Victoria
Das englische Könighaus züchtete die kurz Poms genannte Zwergspitzrasse pommerscher Herkunft
Brigitte Stramm

Verspielt, freundlich, aktiv, umgänglich, anhänglich, intelligent. Das ist die Beschreibung für den kleinen flauschigen Pommer, der in den Farben orange, weiß, schwarz, braun und graugewolkt und weiteren Sonderfarben gezüchtet wird. Einst galt er als treuer Begleiter des Adels, heute ist der „Pomeranian“ als Familienhund auf der ganzen Welt beliebt. 

Zwei Mitglieder der britischen Königsfamilie beeinflussten seinerzeit die Entwicklung der Rasse. 1767 brachte Prinzessin Charlotte von Mecklenburg-Strelitz zwei weiße Spitz-Hunde aus Pommern mit nach England, wo sie sich mit König Georg III. vermählte. Dort züchtete sie weiter pommersche Zwergspitze, womit sich auch der englische Name dieser Rasse trotz deutscher Herkunft erklärt. Königin Victoria, Königin Charlottes Enkelin, war ebenfalls Liebhaberin und gründete einen großen Zuchtzwinger. Einer ihrer bevorzugten Hunde war ein vergleichsweise kleiner roter Pommerscher, den sie „Windsor’s Marco“ nannte und der angeblich nur 5,4 Kilogramm wog. Als sie 1891 Marco zum ersten Mal ausstellte, wurde der kleinere Pommersche sofort populär und die Züchter begannen, nur die kleineren Exemplare für die Zucht auszuwählen. 

Königin Victoria arbeitete daran, die Pommersche Rasse zu verbessern und zu fördern, indem sie kleinere Pommern in verschiedenen Farben aus verschiedenen europäischen Ländern importierte, um ihr Zuchtprogramm zu ergänzen. Zu königlichen Besitzern gehörten auch Joséphine de Beauharnais, die Frau Napo­leons I. von Frankreich, und der König. des Vereinigten Königreichs, Georg IV.

Doch was macht diese Rasse noch heute so besonders? Der Pomeranian zeichnet sich neben dem Aussehen durch eine Reihe charakterlicher Eigenschaften aus. Trotz seiner zierlichen Statur und seines Höchstgewichtes von gerade mal dreieinhalb Kilogramm eignet er sich hervorragend als Wachhund. Denn was er nicht an Größe hat, macht er mit viel Achtsamkeit, Selbstbewusstsein und durch lautes Bellen wieder wett. 

Mit Schmunzeln liest man über den Zwerg: Die Rasse neigt zu totaler Selbstüberschätzung. Gern provoziert er viel größere Hunde, bei denen er aber eigentlich den Kürzeren ziehen würde. Auch sonst strotzt der kleine Zwergspitz gerne vor Selbstvertrauen und ist sehr extrovertiert. Es sind liebenswerte kleine Vierbeiner, die zudem sehr intelligent sind, sodass sie leicht zu trainieren sind.