27.01.2022

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Folge 27-21 vom 09. Juli 2021 / Gesundheit / Erprobt und bewährt / Wickel und Kompressen sind längst nicht mehr nur in anthroposophischen Praxen, sondern auch zu Hause für gut befunden worden

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 27-21 vom 09. Juli 2021

Gesundheit
Erprobt und bewährt
Wickel und Kompressen sind längst nicht mehr nur in anthroposophischen Praxen, sondern auch zu Hause für gut befunden worden
Christiane Rinser-Schrut

Alles Wissenswerte für Selbstanwendung und Pflegepraxis“ lautet der Zusatz des Praxisbuches zum Thema „Wickel und Kompressen“. Die Autoren Vreni Brumm und Madeleine Ducommun-Capponi sind von der Wirkkraft ihrer Methode überzeugt und legen im at Verlag ein Werk in der dritten Neuauflage vor, das die Anwendung auch zu Hause gut nachvollziehen lässt. So werden den Lesern sämtliche Grundlagen zu diesem Thema vermittelt und anschaulich wie detailliert erläutert, wann und wie Wickel und Kompressen Anwendung finden können. Dazu nehmen sich die Autorinnen viel Platz, um die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer Anwendung abzustecken. 

Das Buch hat einen festen Einband, der auch mal den einen oder anderen Wasserflecken oder Zitronentropfen aushält. Es gliedert sich in einem umfassenden Vorspann, bestehend aus Vorwort und einer Anleitung, wie dieses Werk anzuwenden ist. Es folgt ein gut 20-seitiges Kapitel über Allgemeines zum Thema Wickel und Kompressen. Hier erfährt der Leser die Grundlagen der Methode, was er zur Anwendung an Material benötigt und was man vor einer Anwendung überdenken muss. 

In den nächsten Kapiteln beschreiben die Autorinnen die Wickel und Kompressen mit ihren jeweiligen Nutzungen. Darunter befinden sich Anwendungen wie nasse Socken nach Kneipp oder eine Zitrone-Pfefferminz-Auflage. Auch hier werden vorweg Grundlagen zu diesem Themenkomplex genannt. Zu jeder Anwendung gibt es Listen, die die jeweiligen Anwendungsbereiche beschreiben, die Wirkung, Kontraindikationen, das benötigte Material, die Durchführung, ein Hinweis zur Anwendungsdauer und Tipps zur Nachbehandlung. Außerdem finden sich zahlreiche Hinweise und in grüner Schrift „Informationen für Fachleute“. 

Die vielen Bilder in diesem Buch zeigen häufig, wie ein Wickel zu sitzen hat, oder wie ein Tuch zubereitet werden muss; das ist für den Anwender daheim sehr nützlich. Nützlich ist auch der umfangreiche Anhang. Er gibt Aufschluss über Bezugsquellen für Wickelmaterial, Adressen für Weiterbildungen, eine Übersicht über Indikationen und Anwendungen, ein großes Register und weiterführende Literatur.

Wer sich in diesem Bereich ausprobieren möchte, dem ist dieses Fach- und Hausrezeptbuch wärmstens zu empfehlen. Wer sich nicht für Wickel und Co. begeistern kann, findet dennoch viele interessante Informationen zum Thema Naturheilkraft.

Vreni Brumm/Madeleine Ducommun-Capponi: „Wickel und Kompressen“, at Verlag, Aarau und München 2019, gebunden, 256 Seiten, 28 Euro