14.08.2022

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Folge 28-21 vom 16. Juli 2021 / Reaktionen / Getretene Hunde bellen / Wie die SPD-Politikerin Marie-Luise Dreyer und Repräsentanten des ÖRR auf Maaßens Kritik geantwortet haben

© Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 28-21 vom 16. Juli 2021

Reaktionen
Getretene Hunde bellen
Wie die SPD-Politikerin Marie-Luise Dreyer und Repräsentanten des ÖRR auf Maaßens Kritik geantwortet haben

Die Kritik von Hans-Georg Maaßen am „Linksdrall“ der öffentlich-rechtlichen Sender in der Bundesrepublik löste einen sofortigen Sturm der Entrüstung aus. So schäumte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Marie-Luise Dreyer (SPD): „Wir haben in Deutschland eine starke, freie und pluralistische Medienlandschaft. Die Unterstellung von Maaßen ist infam und hat nur ein Ziel: die Glaubwürdigkeit in den Journalismus und insbesondere in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu erschüttern. Es ist ein Angriff auf die Pressefreiheit, eine wichtige Säule unserer Demokratie.“ 

Und natürlich reagierten auch die betreffenden Sender. Dabei hielt sich das Zweite Deutsche Fernsehen aber weitestgehend zurück – vielleicht weil im Zentrum der Kritik die ARD im Allgemeinen und der NDR im Besonderen standen, der für die Produktion der Nachrichtensendung „Tagesschau“ verantwortlich zeichnet.

Der Erste Chefredakteur der für die „Tagesschau“ zuständigen Nachrichtenredaktion ARD-aktuell, Marcus Bornheim, sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Die Mitarbeitenden der ,Tagesschau‘ arbeiten nach journalistischen Standards: Sie berichten unabhängig, faktenbasiert, mit einem hohen Anspruch an Objektivität und großer Sorgfalt. Die Themensetzung ist das Ergebnis von Redaktionskonferenzen und jeder Bericht durchläuft ein 4-bis-6-Augen- und Abnahme-Prinzip.“ Und die NDR-Sprecherin Barbara Jung stieß in das gleiche Horn: „Die ,Tagesschau‘ steht … für ausgewogenen, nachvollziehbaren und durch Fakten belegten Journalismus.“

Ebenso äußerte sich der SWR-Intendant Kai Kniffke, Bornheims Vorgänger von 2006 bis 2019, mit Blick auf die „Mitarbeitenden“ an der Sendung: „Ein Gesinnungstest für Jens Riewa, Judith Rakers und Co.? Soll ich als Intendant allen Ernstes bei Bewerbungen erstmal fragen, was die Menschen denken?“ Doch damit war der Gipfel der Anti-Maaßen-Rabulistik noch nicht erklommen. Das blieb dem öffentlich-rechtlichen Hörfunksender Deutschlandfunk vorbehalten. Der DLF brachte einen Beitrag mit dem Titel „Maaßen fordert Charaktertest. Warum die Medienkontrolle staatsfern ist“, der mit den Worten begann: „Die Pressefreiheit zählt zu den wichtigsten Prinzipien im deutschen Grundgesetz.“ Danach erhielt der Historiker Jörg Requate von der Universität Kassel Gelegenheit, ausführlich über die Gleichschaltung der Presse im Dritten Reich zu referieren und den ehemaligen Verfassungsschützer Maaßen dabei implizit in die Nähe der Nationalsozialisten zu rücken.W.K.